Titel
Waldbelastungen durch Immissionen (WdI) - Immissionserfassung : 4. Zwischenbericht. Kontinuierliche Immissionsmessungen gasfoermiger Komponenten. Berichtszeitraum: Januar 1984 - Juni 1989
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1990
Seiten
65 S.
Illustrationen
8 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
47655
Quelle
Abstract
Der vorliegende Bericht hat die an den Waldstandorten des Messprogramms "Waldbelastungen durch Immissionen-WdI" zwischen 1984 und Mitte 1989 durchgefuehrten Immissionsmessungen gasfoermiger Luftschadstoffe zum Gegenstand. Fuer die Stationen Koenigstein, Grebenau, Witzenhausen, Frankenberg, Spessart und Fuerth werden die sich zum Teil ueber mehr als 5 Jahre erstreckenden Zeitreihen der Komponenten Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Ozon diskutiert. Erste Trendanalysen lassen bei Schwefeldioxid - nicht zuletzt aufgrund der milden Winter 1987/88 und 1988/89 - eine abnehmende Tendenz erkennen. Mehr Aufmerksamkeit werden in Zukunft die durch Emissionen des Kfz-Verkehrs hervorgerufenen Immissionen der Stickstoffoxide und vor allem die Entwicklung der Ozonkonzentration erfordern. Bei dem zuletzt genannten Schadstoff weisen die Waldstandorte in den Sommermonaten deutlich hoehere Konzentrationen auf als in der Naehe gelegene Ballungsraeume. Windrichtungsabhaengige Auswertungen belegen fuer SO2 die dominierende Rolle des Ferntransportes waehrend winterlicher Smog- Episoden und unterstreichen bei den Stickstoffoxiden die Bedeutung der "hausgemachten" Emissionen fuer die Immissionen in Waldgebieten. Weitergehende Betrachtungen unter Einbeziehung von meteorologischen Parametern arbeiten periodisch wiederkehrende Konzentrationsschwankungen wie Jahres-, Wochen - und Tagesgaenge heraus. Die Auswirkungen der Meteorologie auf die Austauschverhaeltnisse und damit auf die Immissionskonzentration werden verdeutlicht. Abschliessend wird fuer Schwefeldioxid an einem Beispiel vom Standort Grebenau aufgezeigt, welche Konzentrationsunterschiede im Vertikalprofil innerhalb von nur 100 Hoehenmetern auftreten koennen. Aehnliche Profilmessungen fuer Ozon und die Stickstoffoxide sind bereits angelaufen.