Titel
Die Wälder im Mühl- und Waldviertel : Wuchsraum 1
Paralleltitel
The Forests in the Mühl- und Waldviertel. Growth 1 = Les forêts dans les régions Mühlviertel et Waldviertel l'espace de végétation No. 1
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1976
Seiten
164 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1233
Datensatznummer
4715
Quelle
Abstract
Für die Erhebungen durch die Österreichische Forstinventur wurden die Wälder Österreichs in 21 Wuchsräume eingeteilt. Die Bezeichnung Wuchsraum soll den Begriff des Raumes in seiner horizontalen und auch vertikalen Höhenstufengliederung zum Ausdruck bringen. Der Name "Wuchsraum" wurde gewählt, um der ausgeprägten Höhenstufengliederung einen besseren Ausdruck zu geben. In der vorliegenden Arbeit wird der Wuchsraum 1, das ist das Mühl- und Waldviertel, hinsichtlich der Böden und der natürlichen Waldgesellschaften beschrieben. Die Waldgesellschaften sind an Hand von Standorts-Vegetationstabellen gefaßt. Das beschriebene Gebiet baut sich hauptsächlich aus zwei Gesteinen, nämlich Granit und Gneis auf, welche als "Böhmische Masse" den Raum charakterisieren. (Der höchste Berg in diesem Gebiet ist der Plöckenstein mit 1378 m.) Das einheitlich scheinende kristalline Gestein wird durch eine Reihe von Graniten und Gneisen untergliedert. Es werden die hauptsächlichsten Granitformen beschrieben. Die Böden sind vorwiegend Braunerden, Semipodsole und Podsole. Die wichtigsten Bodentypen und Humusformen werden ebenfalls beschrieben. Die dominierende Humusform ist infolge des luftfeuchten ausgeglichenen Klimas der Feinmoder. Durch schlechte Bewirtschaftung und auf nährstoffreichen Graniten kann es zu Grobmoderauflagen kommen. Die natürlichen Waldgesellschaften sind in den einzelnen Gebieten an Hand von Vegetationstabellen gefaßt worden. Es handelt sich hauptsächlich um subboreale Fichten-Buchen-Tannenwälder der Böhmischen Masse, die reich an Kiefer sind. Im Mühlviertel überwiegt die Fichte, im östlich gelegenen Waldviertel hat auch die Kiefer einen bedeutenden wirtschaftlichen Anteil. Der wichtigste Baum im gesamten Gebiet ist die Fichte; Tanne und Buche treten aus klimatischen und wirtschaftlichen Gründen in diesem Raum zurück. Von Bedeutung sind die tabellarisch erarbeiteten, natürlichen Waldgesellschaften, welche erstmals für diesen Raum (wissenschaftlich) gefaßt erscheinen. Für die Gebiete Windhaag, den Böhmerwald, Litschau und den Weinsbergerwald wurden auch Standortsgliederungen nach Standortseinheiten durchgeführt.