Titel
Wälder und Standorte am steirischen Alpenostrand : Wuchsraum 18
Paralleltitel
Forests and Sites at the Styrian Eastern Rim of the Alps. Growth Area No. 18 = Forêts et stations écologiques dans les alpes marginalles orientales de la Styrie - Region naturelle no. 18
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1975
Seiten
167 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1226
Datensatznummer
4701
Quelle
Abstract
Mit den Randgebirgen vom Hochwechsel über die Fischbacher Alpen bis zum Hochlantsch und Schöckl, sowie im Osten bis zum Alpenvorland werden die Wälder eines großen Teiles des Wuchsraumes "Südöstliche Randalpen" beschrieben; es sind vorwiegend tannenreiche Fichtenwälder und reine Fichtenwälder. Für ein Bauernwaldgebiet mit ca. 5.000 ha ("Umstellungsgebiet Gasen-Heilbrunn") wird eine Standortskarte 1: 25 000 beigefügt. Das Klima des Wuchsraumes ist durch feuchtwarmen, illyrischen Einfluß mit Starkregen im Sommer gekennzeichnet. Die Tal- und Beckenlagen weisen hohe Luftfeuchtigkeit und Luftruhe auf, die Höhenzüge sind im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt extrem windexponiert. Das Grundgestein ist im Hinblick auf seine Standortseigenschaffen sehr wechselhaft und umfaßt Kalk, nährstoffreiche und nährstoffarme Silikatgesteine, extrem mageren Quarzit sowie alte Verwitterungsdecken (Braunlehm). An Hand von etwa 50 Bodenprofilen und deren Analysendaten werden die Böden, ihre ökologischen Eigenschaften, Degradationen und Humusbildungen beschrieben. Die Böden spiegeln die klimatischen und geologischen Eigenschaften des Gebietes wider. Mit Vegetationsaufnahmen, welche in zwei Standorts-Vegetationstabellen ausgewertet wurden, werden die Vegetation des Raumes und die natürlichen Waldgesellschaften sowie deren durch die Wirtschaft abgewandelten Zustandsformen erfaßt. Im Arbeitsgebiet liegt ein Schwerpunkt natürlicher Tannen-Fichtenwälder, auf Kalk ergänzt durch Buchen-Tannen-Fichtenwälder. Eine subalpine Fichtenstufe ist nur fragmentarisch ausgebildet, teils wegen der zu geringen Höhe der Gebirgszüge, teils wegen des klimabedingten Hinaufrückens der Waldhöhenstufen. In tiefsten Lagen sind Traubeneichen-Buchenwälder verbreitet. Ein isoliertes Vorkommen von Hopfenbuche sowie die über das gesamte Gebiet verstreuten illyrischen Arten in der Bodenvegetation betonen die klimatische Eigenart des Gebietes. Die Standortseinheiten werden im einzelnen beschrieben und in zwei Gliederungstabellen zusammengestellt. Kleinere Abschnitte befassen sich mit waldbaulichen, waldgeschichtlichen Gesichtspunkten und Fragen der Wildbachverbauung.