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  • Titel
    Wasserhaushaltsmessungen in subalpinen Böden
  • Paralleltitel
    Measurements on the Water Balance in Subalpine Soils = Mesurage du Régime Hydrique des sols subalpins
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1972
  • Seiten
    109 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    673; Oss-1211
  • Datensatznummer
    4661
  • Quelle
  • Abstract
    Es wurden in den Jahren 1966 bis einschließlich 1969 Freilanduntersuchungen in zwei Wildbacheinzugsgebieten, und zwar in je sechs charakteristischen Gesellschaften mit Kristallinböden und mit Kalkböden in Tirol mit drehgeführt, die Eindringtiefe eines künstlichen Regens von 100 Litern je m2 in einer Stunde und den entsprechenden Oberflächenabfluß kennen zu lernen. Von Wichtigkeit war es, das nach einer Stunde Beregnung in den Boden vertikal eingedrungene Wasser sichtbar zu machen und die Eindringtiefe messen zu können. Der Regen, (es wurde 3 %-ige Kochsalzlösung verregnet) wurde mit Gießkannen auf die 20 Grad geneigte Bodenoberfläche, ohne daß die Vegetation zerstört worden war, aufgebracht. Nach dem Regen wurde nach Freilegen der Bodenprofilwände und Besprühen derselben mit Silbernitratlösung die Eindringtiefe an Hand des Niederschlags von Silberchlorid und parallel dazu der Oberflächenabfluß gemessen. Es wurden Wassergehaltsbestimmungen vor (Feldkapazität), unmittelbar nach und eine Stunde nach der Beregnung zur Feststellung der Initialfeuchte und der Wasserzu- und -abnahme durchgeführt. Die Werte für die Feldkapazität bewegten sich im Kristallin und im Kalk hauptsächlich in der Größenordnung von 20 bis 30 Litern/m2 mit einigen Unter- und Überschreitungen besonders im Untergrund. Die Wasserzunahme nach dem Regen war im Kristallin im Humushorizont in 0 - 5 cm Tiefe am größten und bewegte sich zwischen 4 und 9 Litern/m2. In den Horizonten unterhalb 5 cm schwankte die Wasserzunähme zwischen einem Liter und 7 Litern. Im Kalk betrug die Wasserzunahme in allen Horizontabschnitten 5 bis 9 Liter/m2. Die Eindringtiefe war im Kristallin jährlichen Schwankungen weniger unterworfen als im Kalk. Im Kristallin zeigten die gemähte, nicht beweidete Wiese (Almaste) und die Fichtenwälder (Oxalis- und Vacciniumtyp) im Durchschnitt mehrerer Meßjahre nahezu gleiche Werte (36 - 40 und 30 - 40 cm) einer großen Eindringtiefe; das grasreiche Rhododendretum nimmt mit 20 - 30 cm Eindringtiefe eine Mittelstellung ein und die Weide mit 8-10 cm und das Callunetum mit 4 - 8 cm sind die typischen Vertreter kleiner Eindringtiefen. Auf Kalkböden ist der Tannen - Buchenwald wegen der Konstanz seiner Werte für die Eindringtiefe (50 - 57 cm) hervorzuheben. Beim Tannen - Buchenwald (50 - 57 cm) und Fichtenwald (36 - 65 cm), beim Latschenfeld (36 - 70 cm) und bei der Waldweide (30 - 45 cm) sind die höchsten Werte für die Eindringtiefe feststellbar; die gemähte, schwach beweidete Goldhaferwiese nimmt mit 10 - 30 cm eine Mittelstellung ein und die Weide mit 4-13 cm ist die typische Vertreterin kleiner Eindringtiefen. Im Kristallingebiet und auch im Kalkgebiet läßt sich die Tendenz beobachten, daß im Wald die Eindringtiefe groß und auf der Weide klein ist. Außer der Eindringtiefe, die sofort nach dem Regen gemessen wurde, wurde (nur im Kalkgebiet) auch die Eindringtiefe nach einer weiteren Stunde beobachtet. Sie nahm in dieser Stunde um 3 bis 22 cm zu. Die Eindringtiefe im Kristallin und im Kalk wird nicht so sehr von der Höhe der Feldkapazität als von der lockeren oder verdichteten Struktur der Böden beeinflußt. Der Oberflächenabfluß im Kristallin und im Kalk ist bei der verdichteten Weide (58 und 80 Liter/m2 im Kristallin und 70 und 32 Liter im Kalk), wozu auch das Callunetum (68 und 45 Liter/m2) gehört groß, groß ist er auch im Rhododendretum (68 und 44 Liter/m2) und mittelgroß im Fichtenwald - Vaccinietum (28 und 23 Liter/m2) im Kristallin, sowie bei der Goldhaferwiese (20 und 18 Liter/m2) im Kalk. Klein ist der Oberflächenabfluß im Oxalis - Fichtenwald (6 und 17 Liter/m2) und besonders klein und beständig bei der Wiese (8 und 2 Liter/m2) im Kristallingebiet; klein bis sehr klein im Fichtenwald mit Buchenunterwuchs (5 und 3 Liter/m2) und im Tannen - Buchenwald (8 und 8 Liter/m2) im Kalkgebiet. Die Versickerung von 100 Litern künstlichen Regens je m2 beträgt während einer Stunde, also bis zum Ende der Beregnung nach zweierlei Berechnungen in guter Übereinstimmung im Durchschnitt der Versuchsböden 60 bzw. 65 Liter/m2 mit Extremwerten von 15 und 93 Litern in Kristallinböden und 76 bzw. 84 Liter/m2 mit Extremwerten von 62 und 88 Litern in Kalkböden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1401259673ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar
1401260Oss-1211ZeitschriftFAST OssiachVerfügbar
1401260PDF673PDFelektronische PublikationVerfügbar