Titel
Die Holzart Coigue (Nothofagus dombeyi (Mirb.) Oerst.) : Untersuchungen über die Holzeigenschaften und Darstellung von Verbreitung und wirtschaftlicher Bedeutung in Chile : Dissertation, Georg-August-Universität. Forstliche Fakultät
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
1975
Illustrationen
54 Abb., zahlr. Lit. Ang.
Material
Serie
Standardsignatur
9757
Datensatznummer
400098669
Bestand
Die Laubbaumart Coigue (Nothofagus dombeyi (Mirb.) Oerst.) wurde in Chile bislang nicht in einem ihrer Verfügbarkeit entsprechenden Maße genutzt. Es war Aufgabe der Holzforschung, die Gründe für das vermutete Mißverhältnis zwischen der erwarteten, volkswirtschaftlich erwünschten Verwendung und der wirklichen Verwendbarkeit des Coigueholzes zu suchen. Bei der Durchführung der Untersuchungen wurden holzbiologische und holztechnologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Coigue ist in den Wäldern der Forstregion Chile vorherrschend. Er gilt als Halblichtbaum und bevorzugt gut wasserversorgte Standorte. Obwohl er sich weniger leicht verjüngt als konkurrierende Arten, wird er auch in den Zweitwuchsbeständen einen hohen Anteil aufweisen. Die wirtschaftliche Bedeutung des Coigue wird bestimmt durch den großen vorhandenen Vorrat und die Notwendigkeit seiner zunehmenden Nutzung, die sich wegen der fortschreitenden Verknappung bislang bevorzugter Holzarten ergibt. Gleichzeitig mit einer steigenden Nachfrage nach Coigueholz verbesserten sich die Verarbeitungstechniken und die wirtschaftliche Wertschätzung. Der mächtige Baum mit Höhen bis zu 50 m und Durchmessern (bezogen auf 1,3 m Höhe) bis zu 2 m, zeichnet sich durch gute Stammformen und langen astfreien Schaft aus, soweit es sich um im Dichtschluß gewachsene Coigues handelt. Charakteristisch ist die große Krone. Nachteilig sind häufige Schaftneigung und brettwurzelartige Stammfußverdickungen; letztere sind auf "Rohnenverjüngung" zurückzuführen. Die Rinde ist vergleichsweise dünn, dennoch ist die Borke stark zergliedert und gezeichnet, so daß Rindenbilder zur Holzgütebeurteilung nicht deutlich werden.