Titel
Waldzustandsbericht 2024- NW-FVA
Körperschaft
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
48 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
12421
Datensatznummer
40005249
Quelle
Abstract
Wie steht es in diesem Jahr um unseren niedersächsischen Wald? Die Waldbäume werden seit über vier Jahrzehnten kontinuierlich auf ihren Zustand hin untersucht. Mit dem Ihnen hier vorliegenden Waldzustandsbericht veröffentlicht mein Haus gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NWFVA) die Ergebnisse der Untersuchungen. Das vergangene Vegetationsjahr war wieder vergleichsweise zu warm – aber auch ungewöhnlich nass. Dem Wald geht es deswegen besser als in den Vorjahren, das Schadniveau ist aber immer noch hoch. Die Ausfallrate und der Anteil starker Schäden liegen in diesem Jahr immer noch doppelt so hoch wie im langjährigen Durchschnitt. Die gute Wasserversorgung in diesem Jahr hat sich dagegen positiv auf den Gesamtzustand unserer Wälder ausgewirkt. Der Trend, dass die Anzahl stark geschädigter Bäume zurückgeht, hat sich fortgesetzt. Allerdings liegt die Anzahl stark geschädigter Bäume nach wie vor über dem langjährigen Durchschnitt. Absterbeund Ausfallrate liegen, ebenso wie die Kronenverlichtung, auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Grundlage für die Waldbewirtschaftung ist das Wissen um die Standorteigenschaften von Wäldern, wie zum Beispiel die Wasserund Nährstoffversorgung, und die Standortansprüche der einzelnen Baumarten. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu berücksichtigen, wird außerdem das Trockenstressrisiko berücksichtigt. Auf Grundlage des bilanzierten Wasserdefizits aus Niederschlägen, Verdunstung und Bodenwasserspeicher – der sogenannten Standortwasserbilanz – werden baumartenspezifische Schwellenwerte für das Trockenstressrisiko definiert.