Titel
Waldzustandsbericht 2023- NW-FVA
Körperschaft
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
39 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
12421
Datensatznummer
40004527
Quelle
Abstract
die aktuelle Waldzustandserhebung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) verdeutlicht den besorgniserregenden Gesundheitszustand der Wälder. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für den Wald einsetzen. Nur wenn wir die Klimakrise als Gesamtgesellschaft in den Griff bekommen, können wir in Bezug auf den Wald wieder aufatmen.
Zu den Fakten: Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume liegt mit über 20 Prozent seit fünf Jahren auf einem hohen Niveau. Der Anteil stark geschädigter Bäume ist mehr als doppelt so hoch wie der langjährige Durchschnitt, und das bereits im vierten Jahr hintereinander. Es gibt aber auch Hoffnungsschimmer, denn die Absterbe- und Ausfallraten sinken. Die Witterungsextreme der vergangenen Jahre haben den Wald geschwächt. Das macht die Bäume anfällig für unterschiedliche Schaderreger. In Kiefernwäldern war ein zunehmender Befall durch Kiefernborkenkäfer zu beobachten und im nordöstlichen Niedersachsen kam es zu großflächigem Nadelfraß durch die Kiefernbuschhornblattwespe. Schmetterlingsraupen der sogenannten „Eichenfraßgesellschaft“ und wärmeliebende Prachtkäfer machten einigen Eichenwäldern zu schaffen. Wie kann das ökologisch-genetische Potential von Eichenarten für die Walderneuerung genutzt werden? Und wie kann dem Eschentriebsterben etwas entgegengesetzt werden? Den Forschungsansätzen der NW-FVA wird in diesem Bericht ein eigenes Kapitel gewidmet.