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  • Titel
    Landnutzung und Klimaschutz: Wie wir mit Landnutzung Klimaschutzziele erreichen können
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Dessau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2023
  • Seiten
    53 S.
  • Material
    Monographie
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    18345BU
  • Datensatznummer
    40004117
  • Abstract
    Das Ziel einer Begrenzung des durchschnittlichen globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erfordert sofortige Reduzierungen von Treibhausgasemissionen (THG). Um ein Gleichgewicht zwischen THG aus Quellen und der Aufnahme von Kohlenstoff durch Senken in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts zu erreichen, gehen zudem alle maßgeblichen Emissionsminderungspfade davon aus, dass CO2 aus der Atmosphäre entnommen werden muss. Die EU hat in ihrem Klimaschutzgesetz das Ziel verankert, spätestens bis 2050 treibhausgasneutral zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle THG-Emissionen im Einklang mit einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik so weit wie möglich gemindert werden. Unvermeidbare Restemissionen, sogenannte Residualemissionen, wie beispielsweise Nicht-CO2-Emissionen aus der Landwirtschaft, müssen durch Senken bzw. Kohlenstoff(ein)bindungen im Landnutzungssektor ausgeglichen werden. Der Landnutzungssektor nimmt aufgrund seiner Bedeutung im Kohlenstoffzyklus eine besondere Rolle im komplexen Erdklimasystem ein und spielt eine entscheidende Rolle für das Erreichen der Ziele des Übereinkommens von Paris (ÜvP). Der gesamte Sektor „Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“ (LULUCF), wie er in der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) erfasst wird, umfasst sechs Arten der Landnutzung: Wälder, Ackerflächen, Grünland, Feuchtgebiete, Siedlungen und andere Flächen. Neben Meeren und Böden gehören Waldökosysteme zu den globalen Kohlenstoffspeichern. Bedingt durch einen höheren Biomassezuwachs wirken insbesondere boreale Wälder in der nördlichen Hemisphäre sogar als Kohlendioxid-Senken. Dennoch trägt der Sektor weltweit betrachtet durch den Verlust von historisch aufgebauten Kohlenstoffvorräten, z. B. durch Entwaldung oder Trockenlegung von Mooren, zu den hohen Emissionen bei. Der politisch und klimatisch relevanten Rolle des LULUCF-Sektors wird im ÜvP Rechnung getragen. So besagt Artikel 5, dass alle Länder Maßnahmen in Bezug auf Kohlenstoffsenken, inklusive Wälder, ergreifen sollten. Zudem müssen Klimaziele unter Berücksichtigung des Sektors definiert und bewertet oder Mechanismen zur Nutzung von Minderungsgutschriften ausgehandelt werden. Insgesamt besteht in verschiedenen Bereichen ein großer Bedarf, reale Emissionen durch Kohlenstoffeinbindungen und Emissionseinsparungen an anderen Stellen auszugleichen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
18345BU18345BUPDFelektronische PublikationVerfügbar