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  • Titel
    aktuell 2022, (Sonderausgabe): Biodiversität
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2022
  • Seiten
    32 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    8850
  • Datensatznummer
    40003817
  • Quelle
  • Abstract
    Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit sind die ökologischen Fundamente nachhaltiger Landnutzung. Schwindende Bodenfruchtbarkeit bedeutet schwindende Erträge und wenn das standörtliche System der Biodiversität stark gestört ist, ist auch die Produktion von Lebensmittel und nachwachsenden Rohstoffen gefährdet. Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit sind daher wichtige Pfeiler einer nachhaltigen Landbewirtschaftung. Die örtliche Zusammensetzung der Artenvielfalt ist aber nicht immer gleich. Sie wird durch die Nutzungsform und das Klima beeinflusst. Zweites wurde Jahrzehnte lang als unveränderlich betrachtet. Neue Forschungen zeigen aber, dass das Klima auch in der Vergangenheit Schwankungen mit sehr langen Zyklen unterworfen war und damit auch die Artenvielfalt langsam verändert wurde. Seit den 1990er Jahren ändert sich das Klima dramatisch schnell und durch den Fernverkehr finden Arten neue, rasante Vektoren für ihre Verbreitung. Wir müssen daher auch – teilweise dramatische – Veränderungen der Biodiversität in unseren Verantwortungsbereichen erwarten. Abgeleitet aus dem EU Green Deal verfolgt man hier einseitige Ansätze in Richtung Einflussnahme und Außernutzungstellung, die in der Sache selber einfach nicht halten. Denn bleiben wir beim Mut zur Wahrheit – die Natur ist und bleibt dynamisch und der Klimawandel beschleunigt diese Prozesse massiv. Käseglockennaturschutz und das Festhalten an Urzuständen verstärken diese Entwicklung und verhindern einen offensiven Übergang in eine gesicherte Biodiversitäts-Zukunft. Vor diesem Hintergrund sind auch etliche Zielsetzungen in der EU Biodiversitätsstrategie dringend abzuändern. Die derzeit noch in Entwicklung befindliche österreichische Biodiversitätsstrategie ist in diesen Punkten leider auch getrieben und es bleibt die laue Hoffnung, dass hier fachliche Einsicht vor sturer Ideologie gewinnen möge – im Sinne unserer Biodiversität. Biodiversität wird in Zukunft ein noch wichtigeres Thema für das Management nachhaltiger Landnutzung sein und muss von uns Landbewirtschaftern als fixer Bestandteil in unseren Managementsystemen berücksichtigt werden.