Titel
Eingeführte Baumarten in Nordrhein-Westfalen: Neue Baumarten an neuen Orten – Chancen und Möglichkeiten im Fokus des Klimawandels
Körperschaft
Erscheinungsort
Münster
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
88 S.
Material
Monographie
Digitales Dokument
Standardsignatur
18188BU
Datensatznummer
40003235
Abstract
Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder wurden in den letzten Jahren sichtbar. Im Waldbaukonzept NRW und im Wiederbewaldungskonzept NRW werden Waldbewirtschaftenden Werkzeuge an die Hand gegeben, um unsere Wälder für sich ändernde klimatische Bedingungen „fit“ zu machen. Eine Variante der Waldanpassung ist die Förderung solcher Baumarten und Herkünfte, die unter heutigen, aber auch unter künftigen klimatischen und standörtlichen Verhältnissen vital wachsen. Gerade die Mischung verschiedener Baumarten erhöht die Flexibilität und Regenerationsfähigkeit eines Waldes. Im Fokus der waldbaulichen Empfehlungen stehen daher Mischbestände aus heimischen und in NRW etablierten Baumarten. Eine große Chance bieten gerade auch bisher seltene heimische Baumarten wie die Elsbeere, Wildobst oder die Eibe. Zudem besteht bei bei fast allen Waldentwicklungstypen (Empfehlungen für standortgerechte Mischbestände des Waldbaukonzepts NRW) die Möglichkeit, ausgewählte Baumarten aus anderen biogeographischen Regionen als Mischbaumarten einzubringen. Eingeführte Baumarten sind solche Arten, die natürlicherweise nicht bei uns vorkommen und deren Vorkommen vorsätzlich oder unabsichtlich auf menschliches Handeln zurückzuführen ist. Sie könnten schon jetzt an klimatische Verhältnisse angepasst sein, wie sie für Nordrhein-Westfalen prognostiziert werden. Mit der standortgerechten Beimischung dieser Baumarten könnten negative Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder aufgefangen werden. Sie könnten zum Erhalt vitaler und ökologisch stabiler Wälder beitragen.