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  • Titel
    Urwälder im Herzen Europas: Bedeutung, Situation und Zukunft der Urwälder in Rumänien
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freiburg
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2021
  • Seiten
    136 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    18122
  • Datensatznummer
    40002798
  • Quelle
  • Abstract
    Urwälder und alte Wälder und ihre ökologische Bedeutung; Wo gibt es noch Urwälder in Europa? Natürliche Waldtypen Rumäniens – eine biogeographische und vegetationskundliche Übersicht; Urwälder und alte Wälder in Rumänien – Was wissen wir über ihre Verbreitung? UNESCO Weltnaturerbe Europäische Buchenwälder („Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“); Die politischen Verhältnisse in Rumänien und deren Auswirkungen auf Urwälder und alte Wälder; Die Situation zum Schutz der Urwälder und der alten Wälder in Rumänien; Die Europäische Union und die Urwalddebatte in Rumänien. Aktuelle Entwicklungen zum Schutz der Urwälder und alten Wälder in Rumänien.In den rumänischen Karpaten gibt es vermutlich noch 100 000 bis 150 000 Hektar Urwälder, genauere Daten sind nicht verfügbar. Das sind – wenn die borealen Wälder im nördlichen Finnland und in Schweden außer Betracht gelassen werden – 50 bis 70 % aller Urwälder in der EU, und damit die letzten großflächigen Wildnisgebiete im Herzen Europas. Es gibt wohl weitere 200.000 bis 300.000 Hektar sehr alte und naturnahe Wälder in Rumänien, die sich in jedem anderen EU Land sofort als Schutzgebiete qualifizieren würden. Es verschwinden aber in Rumänien weiterhin alte, urwaldähnliche bis hin zu Urwäldern in beträchtlichem Umfang, auch aus Schutzgebieten wie Nationalparken und Natura 2000-Gebieten. Was ist Realität, was sind valide Einschätzungen, was sind Vermutungen, was sind Falschinformationen zu den von diversen rumänischen Regierungen präsentierten Zahlen zu illegalen Holzentnahmen, die für die letzten 10 Jahre von jährlich 0,03 über 0,2 und 8,7 schließlich bis zu 20 Mio. Festmeter variieren? Vielleicht liegen die Erklärungen in einer Gemengelage von Effekten: nicht erfasste Brennholzentnahmen, statistische und methodische Effekte und natürlich auch illegale, betrügerische Holzernten in großem Stil. Was nicht geleugnet und verheimlicht werden kann, sind die Bilder in den rumänischen Karpaten: Großflächige Kahlhiebe, oft ohne gesicherte Naturverjüngung oder nachfolgende Waldbegründungen durch Pflanzung; dies auch in Schutzgebieten, mit der Folge von Erosion und Verschmutzung vieler Fließgewässer durch die Art des Holztransports. Gefällte Urwaldriesen bleiben liegen, da sie nicht abtransportiert werden können; lokal finden sich Sammelplätze für die Scheitholzgewinnung für den Export, oft von Holz aus Uraltbäumen. Es muss aber auch deutlich hervorgehoben werden, dass es in den Wäldern und Kulturlandschaften der rumänischen Karpaten die mit Abstand größten Vorkommen von Braunbär, Luchs und Wolf innerhalb der EU gibt. Die Großflächigkeit, die geringe Dichte an Verkehrsinfrastruktur und Siedlungen, sehr überschaubare touristische Aktivitäten, ein vertretbares Wildtiermanagement und die bis vor 20 Jahren in vielen Regionen geringen forstlichen Maßnahmen erklären dies trotz der geschilderten Missstände. Zudem bestehen die Waldgesellschaften in vielen Regionen besteht die Bestockung der Wälder in vielen Regionen (mit Ausnahme des Nordens) überwiegend noch aus den standorttypischen Baumarten.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1812224PDF18122PDFelektronische PublikationVerfügbar