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  • Titel
    Tagungsband des 4. Internationalen Lawinensymposium Graz
  • Erscheinungsort
    Graz
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2021
  • Seiten
    108 S.
  • Material
    Monographie
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    18096BU
  • Datensatznummer
    40002668
  • Abstract
    Inhalt: There is no Glory in Prevention! Klarstellungen zur Lawinenkunde Jan Mersch, Wolfgang Behr; 02 Örtliche und zeitliche Verteilung von touristischen Lawinenunfällen in Österreich sowie deren Bezug zu den Lawinenproblemen Peter Höller; 03 FreeSolo mit Tourenski ... die Schattenseite Klaus Pfaffeneder; 04 Ein Berg ist kein Frosch. Über den Faktor Mensch bei Lawinenabgängen Stephan Skrobar, Lea Hartl; 05 Einzelhangbeurteilung in der Integrativen Lawinenkunde Reinhold Pfingstner; 06 Digitale Hilfsmittel zur Beurteilung der lokalen Lawinengefahr Anna Siebenbrunner, Marco Knoflach; 07 AvaDrone – Drohnengestützte Lawinensprengung und photogrammetrische Schneehöhenkartierung Marc Adams, Christian Demmler, Philipp Knab, David Hasko; 08 Relevanter Einzugsbereich am Einzelhang versus gefahrenstufenabhängiger Beurteilungsradius Markus Fleischmann; 09 2018 bis 2020 – Häufung von Starkniederschlagsereignissen an der Südseite der Ostalpen Alexander Radlherr; 10 Von Schneedeckenbeobachtungen zur Lawinengefahreneinschätzung – Lawinenwarnung in Bayern mit dem internetbasierten Datenein- und Ausgabesystem LA.DOK Thomas Feistl; 11 Praxisempfehlung der österreichischen Berg- und Skiführer im Winter Albert Leichtfried & Ausbildungsteam der Österr. Bergführerausbildung; 12 Kasachstan – eine Reise, die mein Leben auf den Kopf gestellt hat! Patrick Greimel; 13 Räumliche Konsistenz bei der Einschätzung der Lawinengefahrenstufe im Euregio-Lawinenreport Christoph Mitterer, Jakob Schwarz, Rudi Mair; 14 Einheitliche Lawinenkommissionsausbildung in Bayern, Kärnten, Steiermark und in Niederösterreich Thomas Feistl, Arnold Studeregger; 15 Lawinendetektionsnetzwerk am Rogers Pass Lisa Dreier, Walter Steinkogler und Paul Dobesberger; 16 Die europäische Lawinengefahrenskala – Rückblick und Ausblick Bernhard Zenke, Thomas Feistl; Steiermark und Niederösterreich – Die Bilanz nach einem Jahr!Unglaublich, wie die Zeit vergeht! Im Herbst 2015 luden die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik gemeinsam mit den Naturfreunden Österreichs zum ersten Lawinensymposium in Graz ein. Der Fokus dieser Veranstaltung lag damals im Bemühen der Lawinenwarndienste, die oft sehr textlastigen Inhalte der Lawinenlageberichte für die Nutzer zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Mit dem Prozessdenken der systematischen Lawinenkunde traten die rein strategischen Planungswerkzeuge in den Hintergrund und man versuchte, die wesentlichen Inhalte lawinenrelevanter Information in Symbole zu verpacken. Ein diesbezüglicher Meilenstein war die Darstellung von Gefahrenmustern. Ausgehend vom SLF in der Schweiz und später durch den Lawinenwarndienst Tirol adaptiert, wurde diese Symbolik von nahezu allen europäischen Lawinenwarndiensten übernommen. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bei den Lawinenwarnern bildete die Überarbeitung der Gefahrenstufen-Matrix unter Zugrundelegung objektiver Kriterien. Jene Entwicklungen, die helfen sollen, im Tourenbereich Lawinenunfälle zu vermeiden und Schadlawinen besser vorherzusagen, haben seither einen rasanten Aufschwung verzeichnet. Die Liste der Innovationen ist lang und reicht von den ungeahnten Kommunikationsmöglichkeiten moderner Technologien, verbesserter Sicherheitsausrüstung und einem großen Schulungsangebot bis hin zu früher zur Verfügung stehenden Lawinenlageberichten – mit einer deutlich besseren räumlichen Gefahreneinschätzung. Auch die ZAMG als Wetterdienst ist längst dazu übergegangen, die Ausprägungen der einzelnen Wetterelemente nicht nur quantitativ zu erfassen und zu prognostizieren, sondern auch vor deren möglichen negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur zu warnen. Somit endet bei uns der Schnee nicht, wenn er vom Himmel gefallen ist, sondern letztlich, wenn er wieder geschmolzen ist. Für unsere Meteorolog*innen und Lawinenprognostiker*innen bietet die Analyse und Prognose der physikalischen Vorgänge in einer Schneedecke unter Zuhilfenahme numerischer Methoden ein neues und äußerst spannendes wissenschaftliches Betätigungsfeld. Aber nicht nur der „Schnee von gestern“ beschäftigt uns und kann Sorgen bereiten, auch mit dem Klimawandel stellt sich zunehmend die Frage, wie die Niederschlagsverteilung der zukünftigen Winter aussehen wird und welche Auswirkungen damit auf das Lawinengeschehen zu erwarten sind.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
18096BUPDF18096BUPDFelektronische PublikationVerfügbar