Titel
Strategischer Rahmen für die Restauration von Ökosystemen: Endbericht
Titelphrase
Strategischer Rahmen für eine Priorisierung zur Wiederherstellung von Ökosystemen auf nationalem und subnationalen Niveau
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
147 S.
Material
Bandaufführung
ISBN
978-3-99004-561-9
Digitales Dokument
Standardsignatur
11920
Datensatznummer
40001926
Quelle
Abstract
Die Europäische Union hat im Jahr 2011 eine Biodiversitätsstrategie für das Jahr 2020 veröffentlicht (EUROPEAN COMMISSION 2011), deren Ziele und Maßnahmen sich an den sogenannten Aichi-Targets orientieren, welche in der Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt in Nagoya beschlossen wurden. Im Ziel 2 der EU-Biodiversitätsstrategie wird die Wiederherstellung von mindestens 15 % der degradierten Ökosysteme bis 2020 gefordert. Dieses Ziel und die zugehörige Maßnahme wurden auch in die „Biodiversitäts-Strategie Österreich
2020+" unter dem Ziel 10 „Arten und Lebensräume sind erhalten“ aufgenommen (BMLFUW 2014a). Im Zuge der gegenständlichen Studie wurde als vorbereitende Maßnahme (Maßnahme 6a gemäß EU-Biodiversitätsstrategie) zur Erreichung des 15 %-Ziels ein strategischer Rahmen für die Prioritätensetzung hinsichtlich der Wiederherstellung
von degradierten Ökosystemen bzw. Landschaften entwickelt. Dies inkludierte auch die Identifikation konkreter Landschaftsräume, in denen Restaurationsmaßnahmen schwerpunktmäßig umgesetzt werden sollen. Als wesentliche Grundlage für die Erarbeitung des strategischen Rahmens diente eine geographisch explizite Karte der Biotoptypen auf nationaler Ebene. Die Verbreitung der Biotoptypen ist seit 2013 in einer durch das Umweltbundesamt
federführend erstellten Karte räumlich hochauflösend dargestellt. Im Rahmen des Projekts wurde diese Karte aktualisiert und thematisch erweitert. Da die Planung von Restaurationsmaßnahmen bzw. die Festlegung von Restaurationsprioritäten eine Kenntnis des Zustands der Ökosysteme erforderlich machen, wurde in einem nächsten Arbeitsschritt der aktuelle Zustand der Ökosysteme bzw. Landschaften bewertet und eine Klassifikation in vier Zustandsstufen der Degradation vorgenommen. Die Ökosystem-immanenten Charakteristika, aber insbesondere auch die Heterogenität der verfügbaren relevanten Grundlagendaten, machten hier verschiedene methodische Ansätze erforderlich. Für die Ökosysteme „Oberflächengewässer“, „Auen“ und „Moore“ liegen räumlich
explizite Datensätze vor (Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan, Aueninventar, Moorschutzkatalog), anhand derer die Zustandsbewertung und Prioritätensetzung auf Objektebene vorgenommen werden konnten. Die Zustandserfassung für das Ökosystem Wald erfolgte auf Grundlage der Daten der Österreichischen Waldinventur (ÖWI). Die ÖWI ist eine Stichprobeninventur, die im Abstand von mehreren Jahren auf einem permanenten Stichprobenraster durchgeführt wird.