Titel
Suche nach gesunden Eschen und Ulmen
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
5 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
17800
Datensatznummer
40001138
Quelle
Abstract
Eschen und Ulmen kämpfen mit eingeschleppten Krankheiten. Ihr Bestand ist stark gefährdet. Mittels einer Umfrage bei Förstern und Interessenten hat Waldschutz Schweiz 2016 und 2017 gesunde Eschen und Ulmen erhoben. Insgesamt wurden 397 scheinbar tolerante Eschenindividuen und 768 gesunde Ulmen gemeldet. Damit wurde die Grundlage für weiterführende Un-tersuchungen geschaffen. Dieses Jahr werden nun 284 der gemeldeten Eschen von der Inge-nieur-Firma ECOENG aufgesucht, um deren Gesundheitszustand zu überprüfen und die Um-gebung zu charakterisieren.Die Esche (Fraxinus excelsior) ist in Europa von einer invasiven Pilzart aus Asien gefährdet: dem falschen weissen Stengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus). Dieser Pilz ist für das Eschentrieb-sterben (ETS) verantwortlich, einer lebensgefährlichen Krankheit für die drittwichtigste Laubbaumart der Schweiz nach Buche und Ahorn. Erste Symptome wurden 2008 in der Nordschweiz entdeckt. Danach breitete sie sich rasant aus und erreichte 2015 die Südschweiz.
Auch wenn der Pilz klein und unauffällig ist, sind die von ihm verursachten Schäden beträchtlich. Mehr als 90% der Eschen leiden darunter. Während die Verjüngung innerhalb weniger Jahre abstirbt, geht es bei älteren Bäumen wesentlich länger. Problematisch ist, dass geschwächte Bäume häufig instabil werden und ein Sicherheitsrisiko für Mensch und Infrastruktur darstellen.
Die Esche ist ökologisch und wirtschaftlich eine sehr wichtige Baumart. Um sie langfristig zu erhalten, haben sich Bund, Kantone und Forschung auf eine Strategie geeinigt und 5 strategische Stossrich-tungen definiert: Quarantäne (Verhinderung neuer Einschleppungen), Resistenz (Förderung toleranter Eschen in der Natur), Ersatz (Prüfung von Ersatzbaumarten), Kontrolle (biologische Kontrollmöglich-keiten) und Monitoring.