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  • Titel
    Zuwachs- und Jungwuchsentwicklung in Versuchen zur natürlichen Verjüngung von Fichten-Tannen(Buchen)-Beständen in Baden-Württemberg : Ergebnisse nach 10jähriger Laufzeit der Versuche
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    75 S.
  • Illustrationen
    61 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    2354
  • Datensatznummer
    35294
  • Quelle
  • Abstract
    Anfang der 80er Jahre wurden im Schwarzwald, im Schwäbisch-Fränkischen Wald und auf der Südwestalb sechs Versuche zur natürlichen Verjüngung des Fichten-Tannen-Buchen-Waldes angelegt. Untersucht wird der Einfluss 20 bis 50-jähriger Verjüngungszeiträume auf Volumen- und Wertzuwachs sowie Verjüngungserfolg. Nach 10-13jähr. Laufzeit werden in einer Zwischenauswertung erste Ergebnisse mitgeteilt. Die zu Versuchsbeginn i.D. 90-125jährigen Bäume reagierten sehr unmittelbar auf Lichtung, die Tanne am stärksten. Neben der Baumart war die Höhe des Lichtungszuwachses vom Standort und insbesondere Bekronungsgrad abhängig. Nur mitherrschende und zwischenständige Bäume reagierten ebenfalls deutlich auf Standraumerweiterungen - wenn ihr Kronenanteil über 30% hinausging. Lichtungszuwachs führte, bezogen auf die Vorratshöhe, zu überproportionalen Bestandeszuwächsen: Im Mittel leisteten die Verjüngungsbestände mit etwa 75% des Vorrates noch über 90% des Zuwachses geschlossener Bestände. Im günstigsten Falle wurde der Zuwachs voll bestockter Vergleichsbestände sogar noch übertroffen. Alle am Altbestand beteiligten Baumarten waren bereits im geschlossenen Bestand reichlich verjüngt. Über die Schirmdichte lässt sich damit die Ansamung der einzelnen Baumarten nicht direkt beeinflussen, wohl aber deren weitere Entwicklung: Bei einer nur mässigen Auflichtung war die Tanne der Fichte im Höhenzuwachs überlegen. Tannen und Buchen aus Vorbauten vergrösserten dann ihren Vorsprung vor Fichtenansamungen - im Vergleich zu stärker gelichteten Feldern in den ersten 8-10 Jahren gleichzeitig ohne wesentliche Einbussen an Zuwachs und Stabilität. Zur Erhaltung der für den Zuwachs im Lichtungsstadium entscheidenden Kronenlängen bzw. -grössen empfiehlt sich ein fliessender Übergang aus der Durchforstungs- in die Verjüngungsphase mit Hiebsansätzen von etwa 15% (EFm o.R.) des Vorrates (VFm m.R.) im Jahrzehnt. Zur Sicherung der Tannenanteile werden mässige Vorratsabsenkungen mit anschliessenden Eingriffen in Höhe des laufenden Zuwachses bzw. eine Verjüngungsanzahl von höchstens 226 empfohlen. Verjüngungsökologische aber auch ökonomische Gesichtspunkte sprechen für einen Hieb auf den starken Stamm sowie femelartige Eingriffe. Letztlich entscheidend für die Art und Weise des Vorgehens ist jedoch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Sturmwurf. Stufigkeit und Altersspreitung des späteren Bestandes sind nach unseren Untersuchungen über den Verjüngungsgang nur begrenzt beeinflussbar.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14169372354ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar