Titel
Betriebswirtschaftliche Untersuchungen im baeuerlichen Privatwald in Baden- Wuerttemberg : Testbetriebsnetz 5-200ha, Ergebnisse FWJ 1992
Verfasser
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
109 S.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
2354
Datensatznummer
34958
Quelle
Abstract
Mit dem vorliegenden Untersuchungsbericht fuer das Forstwirtschaftsjahr 1992 wird, wie in den Vorjahren, die laufende Berichterstattung ueber das "Testbetriebsnetz Kleinprivatwald in Baden-Wuerttemberg" fortgesetzt. Die Kontinuitaet in der Zusammensetzung des Untersuchungskollektivs sowie bei der Datenerhebung, den Berechnungen und der Darstellung der Betriebsergebnisse gewaehrleistet eine weitgehende Vergleichbarkeit der Untersuchungsergebnisse mit denen vorangegangener Jahre. Der gegenueber dem Vorjahr von 4,0 auf 4,7 Fm/ha erhoehte Holzeinschlag bewirkte bei etwas verbesserten Holzerloesen insgesamt eine Ertragsverbesserung (einschliesslich Nebennutzungen, sonstigen Ertraegen und Foerdermitteln) von 646 auf 765 DM/ha. Da der Gesamtaufwand "nur" von 699 auf 725 DM/ha anstieg, konnte im Mittel aller Testbetriebe mit 40 DM/ha wieder ein positives Betriebsergebnis verbucht werden (1991: -54 DM/ha). Dies ist dennoch das zweitschlechteste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Bei der in den letzten Monaten zu beobachtenden Holzmarktentwicklung ist es sehr fraglich, ob solch ein Abschluss im FWJ 1993 erreichbar ist. Ohne "Foerdermittel" waere auch 1992 das Betriebsergebnis mit minus 143 DM/ha negativ ausgefallen (1991: - 265 DM/ha). Auch im FWJ 1992 mussten bei der Durchfuehrung der Untersuchungen gewisse Ergaenzungen und Anpassungen vorgenommen werden, um veraenderten Sachverhalten Rechnung zu tragen. Dadurch konnten bisherige Aussagen besser abgesichert werden und weitere Bewertungen wurden ermoeglicht. Die wichtigsten Veraenderungen werden nachfolgend beschrieben. Mit der Sturmkatastrope 1990 stieg der Anteil der zufaelligen Nutzungen landesweit auf eine vorher nicht gekannte Hoehe von 68% des Einschlags an. Im FWJ 1991 blieb dieser Anteil bei wesentlich geringerem Einschlag prozentual auf derselben Hoehe und erreichte 1992 immer noch 43%. Um ueber die Art der Nutzungen, insbesondere ueber die Ursachen von Zwangsnutzungen, differenziertere Aussagen zu ermoeglichen wurde 1992 ein weiteres Buchungszeichen fuer die Einschlagserfassung eingefuehrt. Seit dem Sturmjahr 1990 werden erhebliche Holzmengen nicht im Jahr des Einschlags verwertet. Im FWJ 1990 blieben landesweit in den Testbetrieben rund 40% des Einschlags unverkauft, in den Hauptschadensgebieten des Schwaeb.-Fraenk. Waldes lag dieser Anteil sogar bei 67%. Somit kam der Bewertung dieser unverkauften Hoelzer eine wesentliche Bedeutung fuer die Betriebsergebnisse zu. Dies gilt nicht nur fuer das Einschlagsjahr, sondern auch fuer die Folgejahre, in welchen dieses "gelagerte" Holz zum Verkauf kommt. Dann wird jeweils die Differenz zwischen Bewertung und Erloes ertragswirksam (positiv oder negativ) . Rein rechnerisch wurde dieser Sachverhalt bereits seit Beginn der Untersuchungen im Testbetriebsnetz ueber das "Bestandesverzeichnis" korrekt erfasst und dargestellt. Da die Auswirkungen auf die jaehr... Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt