Titel
Untersuchungen zum Gesundheitszustand der Baeume und zum Stoffeintrag in naturnahe Waldoekosysteme (Bannwaelder) Baden-Wuerttembergs
Verfasser
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
125 S.
Illustrationen
41 Abb., 44 Tab., 1 Anh., 70 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
2354
Datensatznummer
34848
Quelle
Abstract
Im EG-Projekt "Untersuchungen zum Gesundheitszustand der Baeume und zum Stoffeintrag in naturnahe Waldoekosysteme (Bannwaelder) Baden-Wuerttembergs" wurde neben der Baumschadens-Bonitur in 9 Bannwaeldern der Stoffeintrag mit dem Niederschlag in 3 Bannwaldgebieten im Vergleich zum Freiland und zu nahegelegenen Wirtschaftswaeldern gemessen. Die Baumschadensentwicklung folgt der allgemeinen Entwicklung der Neuartigen Waldschaeden in Baden- Wuerttemberg. Die Stoffdeposition im Freiland steigt mit der Niederschlagshoehe/Meereshoehe an. Die Stoffdeposition mit dem Bestandesniederschlag wird von Prozessen im ronenraum bestimmt, die in der Regel zu hoeheren Depositionsraten (Fichte>Buche) fuehren. Die jaehrlichen Depositionsraten pro Hektar der wichtigsten oekosystemar wirksamen Stoffe liegen bei rd 10-20 kg N im Freiland, 10-20 kg N in Laubholzbestaenden, 15- 30 kg N in Fichtenbestaenden; 30-50 kg Sulfat im Freiland, 50-60 kg SO4 in Laubholzbestaenden, 60-100 kg in Fichtenbestaenden. Die oekosystemar wirksamen Saeureeintraege erreichen im Freiland 0,5-1,5 kmol, in Laubholzbestaenden um 1 kmol und in Nadelholzbestaenden 1-2 kmol/ha.a. Mit dem Voranschreiten der Bodenversauerung ist zu rechnen, da die Oberboeden bis in unterschiedliche Tiefen bereits heute durch hohe Aluminium-Belegung der Austauscher und die Sickerwaesser durch grosse Aluminium-Anteile gekennzeichnet sind. Als konservatives Anion dominiert das Nitration, das als Folge von N-Deposition und interner N-Umsetzung/-Mobilisierung in hohen Konzentrationen auftritt, die die Kationenmobilisierung und -verlagerung foerdern.