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  • Titel
    Die Steuerung von Waldökosystemen mit waldbaulichen Mitteln- dargestellt am Beispiel des Bergmischwaldes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1991
  • Seiten
    246 S.
  • Illustrationen
    39 Abb., 47 Tab., 1 Anh., 105 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    1863
  • Datensatznummer
    33886
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel der Untersuchung (Kap. 1) war es, die ökologischen Auswirkungen von waldbaulichen Massnahmen zur Einleitung und Förderung der Verjüngung im Ökosystem Bergmischwald abzuschätzen; denn nur die Kenntnis dieser Auswirkungen ermöglicht einen effizienten Einsatz der waldbaulichen Mittel zur Steuerung des Ökosystems. Vier waldbauliche Steuerungsinstrumente (die Veränderung des Auflichtungsgrades, die Zäunung, die Bodenbearbeitung und die Pflanzung) sollten auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft werden. Dazu war im Bergmischwald der Chiemgauer Alpen eine aus 25 Versuchsparzellen bestehende Versuchsanlage (Kap. 2) eingerichtet worden. 21 Versuchsparzellen wurden im Herbst 1976 in den Kalkalpen im Bereich des Forstamtes Ruhpolding angelegt; weitere vier Parzellen wurden im Herbst 1979 im Flyschbereich des Forstamtes Siegsdorf geschaffen. Die auf den Parzellen stockenden Bergmischwaldaltbestände wurden zu Versuchsbeginn folgenden unterschiedlichen waldbaulichen Behandlungen unterzogen: - 8 Parzellen: ohne Eingriff - 2 Parzellen: schwacher Schirmhieb (30% der Grundfläche wurden entnommen) - 9 Parzellen: starker Schirmhieb (50% der Grundflaeche wurden entnommen) - 4 Parzellen: Lochhieb (Aushieb eines kreisrunden Lochs mit 30m Durchmesser) - 2 Parzellen: Kahlhieb (100% der Grundflaeche wurden entnommen) . Die Parzellen standen 10 Jahre (im Kalkalpin) bzw. 7 Jahre lang (im Flysch) bis zum Herbst 1986 unter Beobachtung. Die zu Versuchsbeginn ausgeführten Hiebe hatten auch noch in der Folgezeit Auswirkungen auf die Altbestände (Kap.3). So waren die Ausfälle und die Zuwächse ganz klar von der durch die waldbaulichen Eingriffe geschaffenen Ausgangslage bestimmt. Dies ermöglicht es, die Altbestandsdynamik mit waldbaulichen Mitteln zu steuern. Die Ausfälle im Altbestand können durch schwache Schirmhiebe minimiert werden. Schwache Eingriffe fördern das Überleben der wertvollen Tannenunter- und Zwischenstände, die im dichten Bestand infolge von Konkurrenz in grosser Zahl abgehen. Sie gefährden ausserdem die Stabilität bei weitem nicht so wie starke Schirmhiebe, die hohe Ausfälle durch Sturmwurf nach sich ziehen können. Eine weitere Möglichkeit der waldbaulichen Einflussnahme stellt die Lenkung des Zuwachses dar. In dichten Beständen verteilt sich der Zuwachs auf eine Vielzahl von Bäumen; durch eine Reduktion der Bestandesglieder kann nahezu der gleiche Zuwachs auf wesentlich weniger, dafuer aber wertvollere Stämme gelenkt werden. Dies führt zu einer Wirtschaftweise, die sich an der oberen Leistungsgrenze von Einzelbäumen orientiert, gleichzeitig aber Stabilitätsgesichtspunkte nicht ausser acht lässt. Die waldbaulichen Eingriffe in die Altbestände haben die Überschirmung teilweise ganz beträchtlich reduziert und damit einen Wandel der ökologischen Faktoren (Kap. 4) bewirkt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14169361863ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar