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  • Titel
    Mittelfristige Veränderungen des Bodenzustandes auf Exaktdüngungsversuchsflächen der FBVA : II. Teil: Gedüngte Parzellen und Vergleich gedüngter mit unbehandelten Parzellen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Seiten
    109 S.
  • Illustrationen
    6 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    673; Oss-1298
  • Datensatznummer
    32322
  • Quelle
  • Abstract
    Das über einen Beobachtungszeitraum von 20 Jahren verfügbare bodenanalytische Material einiger Exaktdüngungsversuche der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Wien wurde hinsichtlich mittelfristiger Veränderungen im Boden ausgewertet, welche im Zusammenhang mit Schadstoffeinträgen vermutet werden. Im 1.Teil der vorliegenden Arbeit (Strohschneider 1991) wurden die unbehandelten Parzellen als Beispiele für das Verhalten naturbelassener Waldböden untersucht und dabei z.T. beachtliche Veränderungen festgestellt. Ziel dieses 2.Teiles der Arbeit war zu klären, inwieweit durch Düngung mittelfristig diese Boden-Veränderungen modifiziert, insbesondere Bodenversauerung hintangehalten werden können. Für den Beobachtungszeitraum stehen nur von drei Versuchsflächen auch auf den gedüngten Parzellen ausreichend Bodenproben zur Verfügung, nämlich GROTTENHOF, UNZMARKT und KARLSTIFT. Die Abnahme des pH-Wertes wurde in Grottenhof auf den gedüngten Parzellen verlangsamt, bei den anderen beiden Versuchflächen gestoppt. Trotz Thomasphosphat-Düngung nahm der Phosphor-Gehalt auf allen drei Versuchsflächen und allen Behandlungsvarianten ebenfalls ab. Mit der Kalium-Düngung (Grottenhof und Karlstift mit Patentkali; Unzmarkt mit Kaliumsulfat) wurde kein nachhaltiger Düngungseffekt erzielt. Die Calcium-Düngung wirkte auf allen Flächen nachhaltig; bei der geringeren Gabe in Karlstift wurde der generelle Calcium- Verlust verlangsamt, bie den übrigen Flächen bzw. Varianten voellig kompensiert. In Grottenhof und Karlstift wurden nur geringe Gaben an Magnesium in Form von Patenkali, in Unzmarkt überhaupt kein Magnesium- Dünger ausgebracht; erwartungsgemäss ist kein Düngungseffekt erkennbar. Die relativ hohe Stickstoff-Gabe als Kalkstickstoff und Nitramoncal ergab in Grottenhof nur eine kurzfristige Wirkung, bei sonst gleichbleibenden Werten. Bei den beiden anderen Flächen (Unzmarkt nur Nitramoncal, Karlstift mit Kalkstickstoff und Nitramoncal) blieben die N-Gehalte auf den gedüngten Parzellen bis zuletzt unverändert, während auf den unbehandelten Parzellen N-Verluste eingetreten sind. Für den Gehalt an organischer Substanz fehlen die Ausgangswerte. Der Quervergleich im folgenden Beobachtungszeitraum von 15 Jahren zeigt auf allen Parzellen und Versuchsflächen annähernd gleichbleibende Werte. Die Mengen an organischer Substanz sind gleichgeblieben oder gesunken. Das C/N-Verhältnis ist in Grottenhof auf den gedüngten Parzellen stets enger als auf den Unbehandelten - bei annähernd gleichbleibenden Werten. In Unzmarkt tritt eine zunehmende Differenzierung durch aufweitendes C/N-Verhältnis in den Null-Parzellen ein. In Karlstift verengt sich das C/N-Verhaeltnis nur auf der NPKCa(Mg)-Variante, sonst ist keine Differenzierung nachweisbar. Die "Exaktdüngungsversuchsflächen" der Forstlichen Bundesversuchsanstalt haben nach einer bis zu 30-jährigen Beobachtungszeit sehr exakte zuwachskundliche Aussagen ermöglicht. Für die vorliegende Fragestellung erwies sich das Versuchsdesign nur beschränkt geeignet. Vor allem hat sich neuerlich erwiesen, daß nur eine Probenahme nach geometrischen Horizonten für derartige Bilanzierungen zielführend ist. Dennoch konnte anhand des verfügbaren Materials ein einheitlicher Trend zur Bodenversauerung und Abnahme der CaO-K2O-Vorräte - nachgewiesen werden. Durch Düngung mit harmonischen N(P,K)Ca-Gaben wurde diese Versauerung 20 Jahre hindurch kompensiert oder zumindest verlangsamt. Bei gleichzeitiger N-Düngung ist gegenüber der Nullfläche z.T. auch eine nachhaltige Humusverbesserung eingetreten (C/N-Verhältnis). Der N-Gehalt blieb auf den gedüngten Flächen weitgehend konstant, während dieser auf vielen unbehandelten Parzellen sank. Ein N-Verlust durch Kalkung ist somit nicht erkennbar oder zumindest durch die gleichzeitige N-Gabe kompensiert.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1401640673ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar
1401641Oss-1298ZeitschriftFAST OssiachVerfügbar
1401640PDF673PDFelektronische PublikationVerfügbar