Titel
Der Kampf gegen Wildbäche und Lawinen im Spannungsfeld von Zentralismus und Förderalismus. Eine historische Studie : Teil III/2 - Die Organisation
Paralleltitel
Torrent and Avalanche Control in the Light of the Conflict of Interest between Centralism and Federalism. A Historical Study = Part III/2 - Organisation
Verfasser
Erscheinungsjahr
1990
Seiten
131 S.
Illustrationen
4 Abb., 1 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1292
Datensatznummer
32152
Quelle
Abstract
Die Zeit zwischen 1918 und 1938 war durch Inflation und Wirtschaftskrise gekennzeichnet. Die Arbeitslosenrate erreichte 1933 26 %. Forstwirtschaft und Wildbachverbauung kämpfen ums Überleben. Dieser Existenzkampf führte im Jahr 1920 zur Gründung des "Verbandes der Ingenieure der Wildbachverbauung Österreichs". In dieser schwierigen Zeit wurde von einer Gruppe Agrar- und Forsttechnikern in Tirol erstmals der Versuch unternommen die Wildbachverbauung den Ländern zu unterstellen. Tatsächlich kam es jedoch erst während des Zweiten Weltkrieges zur "Eingliederung der Aussenstellen der Wildbach- und Lawinenverbauung in die Landesforstämter". Damit war von 1943 - 1945, aus kriegswirtschaftlichen Gründen, die Einheit dieser Organisation zerschlagen. Nach der Wiedererrichtung Österreichs wurde die staatliche Organisationsform zwar wiederhergestellt, doch wurden und werden bis zum heutigen Tag immer wieder Versuche unternommen diese Aufgaben als mittelbare Bundesverwaltung den Ländern zu übertragen. Damit aber ist die Wildbach- und Lawinenverbauung in der Zweiten Republik zum "Spielball der österreichischen Innenpolitik" geworden.