Titel
Der Kampf gegen Wildbäche und Lawinen im Spannungsfeld von Zentralismus und Föderalismus. Eine historische Studie : Teil III/1 - Die Organisation
Paralleltitel
Torrent and Avalanche Control in the Light of the Conflict of Interest between Centralism and Federalism. A Historical Study = Part III/1 - Organisation
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1990
Seiten
211 S.
Illustrationen
14 Abb., 1 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1291
Datensatznummer
32150
Quelle
Abstract
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte in Tirol eine stärkere Bautätigkeit an Wildbächen ein. Vor allem wurde die Regulierung der Etsch und die Verbauung ihrer Seitenbäche in Angriff genommen. Diese grossen Vorhaben konnten allerdings nur mit Hilfe von Staats- und Landesmitteln und einer entsprechenden, aus Wasserbautechnikern bestehenden Organisation durchgeführt werden. Eine entscheidende Wende brachten die Hochwaesser von 1882. In Tirol wurde 1883 eine eigene Landeskommission zur Bekämpfung von Wildwasserschäden gegründet. 1884 trat schliesslich die vom Staat geschaffene und ausschliesslich aus Forstttechnikern bestehende Abteilung für Wildbachverbauung zunächst mit zwei Sektionen ins Leben. Hieraus entstand ein Kompetenzstreit zwischen Wasserbau- und Forsttechnikern, der bis heute nachwirkt. Infolge organisatorischer Schwierigkeiten wurden 1886 die bis dahin vom Land Tirol durchgeführten Verbauungsarbeiten der forsttechnischen Abteilung übertragen, doch zwei Jahre später wieder von der staatlichen Organisation getrennt. Erst 1896 konnte dann die k.k. forsttechnische Abteilung endgültig diese Aufgaben auch in Tirol und Vorarlberg übernehmen. Damit war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Cisleithanien bereits in 15 Sektionen und Exposituren untergliedert.