- TitelNiederschlagsschwankungen in Österreich seit Beginn der instrumentellen Beobachtungen durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
- Verfasser
- Erscheinungsjahr1993
- Seiten73 S.
- Illustrationen28 Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur667
- Datensatznummer31902
- Quelle
- AbstractMehr als 100 Niederschlagsreihen von Österreich wurden mit Hilfe eines relativen Homogenitätsprüfverfahren nach CRADDOCK (1979) getestet. 162mal mussten Inhomogenitäten beseitigt werden, bis schlussendlich 62 Niederschlagszeitreihen, von denen die älteste bis 1845 zurückreicht, zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung standen. Im Durchschnitt erwies sich eine Station in einem Zeitraum von 40.4 Jahren als homogen, wobei die Bandbreite der pro Station erforderlichen Reduktionen zwischen 0 und 8 liegt. Der Datensatz aller Niederschlagszeitreihen umfasst Monats-, Jahreszeiten- und Jahreswerte, aus Platzgründen konnten meist nur die Ergebnisse für die einzelnen Jahreszeiten sowie die Jahreswerte dargestellt werden. Neben den Einzelwerten für die einzelnen Jahre sind geglättete Kurvenverläufe, die durch ein Tiefpassfilterverfahren nach Gauss (T* = 20 Jahre) gewonnen wurden, dargestellt. Für die Gesamtheit dieser Stationen findet sich kein einheitlicher Niederschlagstrend, sondern mit steigendem Abstand zweier Stationen nimmt auch die Unterschiedlichkeit zu. Die Bearbeitung der Niederschlagsreihen wurde auch auf eventuelle Aenderungen der Varianzen bz. Variationskoeffizienten ausgedehnt. Eine Änderung in Hinblick auf steigende Variabilität der Niederschlagssummen konnte nicht gefunden werden. Um die ungleichen räumlichen Abstaende der Einzelstationen auszugleichen, wurden vor der Berechnung einer Österreich Niederschlagszeitreihe Gitterpunktsdaten als Relativwerte zur Periode 1901- 1990 für elf Gitterpunkte im Abstand 1 Grad geographischer Länge und Breite berechnet. Diese Gitterpunktsdaten geben die allmähliche Änderung der Niederschlagszeitreihen in Richtung Nord-Süd bzw. West-Ost wieder. Aus allen elf Gitterpunkten wurde die Österreich-Niederschlagszeitreihe berechnet und sodann ihre Repräsentativität mit Hilfe von Niederschlagskarten für zehn Dekaden ab 1891 bewertet. Es ergibt sich, dass diese Zeitreihe, die die Änderungen der Niederschlagsverhältnisse für ein Gebiet von 84000 Quadratkilometer darstellen soll, zwar qualitativ einen recht guten Überblick gibt, sehr oft jedoch auch grossräumige Flächen Österreichs nicht ausreichend erfasst. Darüber hinaus entstehen auch quantitative Probleme, da extreme Niederschlagsabweichungen in einzelnen Gebieten durch Mittelbildungen einfach nicht erfassbar sind. Ähnlich gelagert ist das Problem auch, prüft man die Aussagekraft von Europa - oder auch globalen Niederschlagszeitreihen für Österreich. Je grösser das Areal, für das eine solche Niederschlagsreihe gelten soll, desto geringer wird die Repräsentativität in Hinblick auf regionale Phänomene. Insgesamt ähnelt die Österreich Reihe der Europa-Niederschlagszeitreihe zwar weit mehr als der globalen, aber auch hier finden sich ganze Jahrzehnte, die der Österreichkurve gegenläufig sind.
- Schlagwörter
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1412642 | 667 | Zeitschrift | Institut für Waldökologie und Boden | Ausgeliehen |
| 1416660 | 667 | Zeitschrift | Zeitschriftenmagazin | Verfügbar |
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