Titel
Waldschadensinventur Bayern, Ergebnisse 1986 und 1988
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
München
Verlag
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
231 S.
Illustrationen
10 Abb., 20 Tab., 1 Anh., De, Zfsg. De
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
8316
Datensatznummer
26899
Quelle
Abstract
Seit 1983 wird die Schadenssituation des Waldes in der Bundesrepublik Deutschland jaehrlich im gleichen Stichprobenumfang erfasst. Im Jahr 1987 begnuegte man sisch mit einer verringerten Stichprobe. 1988 wurden in _Bayern erneut ca. 50 000 markierte Probebaeume in Bestaenden ueber 60 Jahre und ca. 26 000 nicht fest markierte Baeume in juengeren Bestaenden aufgesucht und eingeschaetzt. Als Ergebnis laesst sich zusammenfassen: - Die Flaeche mit deutlich geschaedigten Baeumen (Schadstufen 2-4) hat gegenueber 1986 um 10 % abgenommen. Sie betraegt jetzt 18 % der Waldflaeche. - Die Flaeche ohne jegliche Schadsymptome hat 1988 bei allen Baumarten zugenommen. Sie liegt insgesamt bei 43 %. Tanne mit 17 %, Eiche mit 24 % und Buche mit 29 % ungeschaedigter Flaeche sind weiterhin deutlich schlechter als der Durchschnitt. - Die Flaelche mit schwachen Schaeden hat sich gegenueber 1986 um 1 % verringert und liegt jetzt schon bei 39 %. - Der Rueckgang der deutlichen Schaeden (Schadstufe 2, 3 und 4) um 7 % gegenueber 1986 (1988: 18 %) schlaegt sich folglich in erster Linie in der Zunahme der ungeschaedigten Flaeche nieder. - Die deutlichen Schaeden der Eiche stagnieren seit 1986 auf hohem Niveau (38 %). Sie ist zusammen mit der Tanne (58 %) die am staerksten betroffene Baumart. - In allen Wuchsgebieten (Ausnahme: Oberpfaelzer-Becken- und Huegelland) nimmt 1988 der Anteil deutlicher Schaeden ab, am markantesten (um 20 %) im Wuchsgebiet "Bayerische Alpen" (1986: 50 %; 1988: 30 %). - Die Beteiligung biotischer Schaeden ist beim Laubholz stark angestiegen. Auf 20 % der Laubholzflaeche sind biotische Schaedlinge an der Auspraegung des Schadbildes mitbeteiligt. Bei der Eiche, sogar auf 45 % der Flaeche. Beim Nadelholz liegt der Flaechenanteil mit Beteiligung biotischer Schaedlinge unter 1 %. - Die Vergilbung der Nadel/Blattmasse ist seit 1985 um ca. 5 % zurueckgegangen und umfasst 1988 noch 2,8 % der Baeume. Vergilbungsschwerpunkte bei der Fichte sind der Bayerische Wald, Fichtelgebirge u. Frankenwald sowie die Bayerischen Alpen. Beim Laubholz sind der Bayerische Wald sowie Unterfranken und einzelne Bestaende in den Alpen betroffen. - Eine Berechnaung des Fehlers der festgestellten Veraenderungen seit 1986 zeigt, dass Waldschadensinventuren nur dann statistisch gesichert vergleichbares Zahlenmaterial liefern, wenn sie in groesseren Zeitabstaenden sowie bei deutlicher Veraenderung des Schadbildes durchgefuehrt werden.