Titel
Standortkundliche Grundlagen für die Waldbewirtschaftung im Klimawandel
Verfasser
Erscheinungsort
Birmensdorf
Verlag
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
45 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
16994
Datensatznummer
204246
Quelle
Abstract
2009 haben das Bundesamt für Umwelt und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft das Forschungsprogramm Wald und Klimawandel gestartet, dessen letzte Arbeiten 2018 abgeschlossen wurden. Ziel des Forschungsprogramms war die Erarbeitung des notwendigen Grundlagenwissens über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und auf die Waldleistungen sowie über wirksame Anpassungsstrategien. Ein wichtiges Ziel des Programms war von Beginn an, Entscheidungshilfen bereitzustellen, welche die waldbauliche Praxis dabei unterstützen, die Erkenntnisse aus der Forschung umzusetzen. Zu diesen Erkenntnissen gehört, dass sich die Vegetationshöhenstufen bis Ende des 21. Jahrhunderts um etwa 500 bis 700 m nach oben verschieben werden.
Dies wird sich erheblich auf die heute noch standortgerechten Baumarten und die Waldleistungen auswirken, aber je nach Standortbedingungen in unterschiedlichem Mass. Daher ging eine Reihe von Forschungsprojekten (insbesondere das Projekt «Adaptierte Ökogramme») der Frage nach, wie sich die Waldstandorte, konkret beschrieben als Standortstypen (Waldgesellschaften), infolge des Klimawandels verändern, und welche Baumarten
demnach in Zukunft empfohlen werden können. Grundidee der Projekte war, die heutige Gliederung der Standortstypen in der Schweiz mit dem Ökogrammansatz um die Dimension Klimawandel zu erweitern, sodass die bestehenden standortkundlichen Grundlagen auch in Zukunft nutzbar bleiben. Dazu wurden zuerst die Vegetationshöhenstufen unter heutigem sowie unter künftigem Klima im Schweizer Wald modelliert und
daraus die klimatisch bedingte Verschiebung der Standortstypen bis Ende des 21. Jahrhunderts berechnet. Damit lassen sich nun grundsätzlich die Veränderungen der Standortbedingungen an jedem Ort im Schweizer Wald ableiten. Um die Unsicherheit der Klimaentwicklung zu berücksichtigen, wurden zwei Klimazukünfte verwendet: eine mit mässigem Klimawandel (Klimamodell RegCM3, Klimaszenario A1B) sowie eine mit stärkerem Klimawandel (Klimamodell CLM, Klimaszenario A1B). Dargestellt sind die Resultate in Karten mit den für diese beiden Klimazukünfte modellierten Höhenstufen.