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  • Titel
    Waldschutzüberblick 2017
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Birmensdorf
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2018
  • Seiten
    38 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    16994
  • Datensatznummer
    204245
  • Quelle
  • Abstract
    Insgesamt war der Sommer 2017 deutlich zu warm (nach 2003 und 2015 der drittwärmste seit Messbeginn). Diese Trockenheit, sowie ausgedehnte Spätfrostschäden im April und Stürme im August stellten eine Herausforderung für den Wald dar. Die durch den Buchdrucker (Ips typographus) befallene Menge Fichtenholz ist 2017 wieder angestiegen und betrug insgesamt 320'000 m3. Zwar gibt es weiterhin Gebiete mit wenig Käferbefall, insgesamt darf gesamtschweizerisch aber nicht mehr von einer beruhigten Situation gesprochen werden. Mit den verbreiteten Sturmschäden vom Januar 2018 wurde zudem viel frisches Brutmaterial geschaffen. In den Kantonen Wallis und Graubünden hat im Sommer 2017 eine neue Massenvermehrung des Grauen Lärchenwicklers (Zeiraphera griseana) begonnen. In der Schweiz muss auch 2018 mit einem deutlichen Befall gerechnet werden. Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist auf dem Rückzug. Nach der erfolgreichen Tilgung in Winterthur 2016, gilt auch der Erstbefall in der Schweiz in Brünisried (FR) seit Februar 2018 als getilgt. Die ursprünglich aus Ostasien stammende Zickzack- Ulmenblattwespe (Aproceros leucopoda) ist eine invasive Pflanzenwespe, die sich seit 2003 in Europa ausbreitet. 2017 wurde sie zum ersten Mal auch in der Schweiz entdeckt. In der Schweiz wurde 2016/17 eine Umfrage zu toleranten Eschen durchgeführt, denn auf ihnen ruhen die Hoffnungen für den Erhalt der Baumart. Gesamtschweizerisch wurden 367 tolerante Eschen gemeldet. Gemeldete Bäume sollen im Sommer 2018 eingehend untersucht werden.Ein bisher unauffälliger Pilz kann Probleme an der Hagebuche verursachen. Der Pilz Anthostoma decipiens ist schon lange bekannt und normalerweise nicht aggressiv. 2017 wurden in der Schweiz (GE) vorsorglich erkrankte Bäume entfernt. Die Verursacher der Rotbandkrankheit (RBK) und der Braunfleckenkrankheit (BFK) befallen Föhren und gelten als Quarantäneorganismen. Ein umfassendes Monitoring von 2016 zeigt, dass die RBK am häufigsten und weitesten verbreitet ist, gefolgt von der BFK. Häufigkeit und geografische Verbreitung unterscheiden sich regional stark. Föhren im Wald sind häufiger befallen als angenommen. Betroffen sind vor allem Wald- und Bergföhren, wobei 2017 auch infizierte Fichten (Picea abies) im Wald entdeckt wurden. Weitere Schadbilder der Föhre wurden verursacht durch Diplodia pinea und die physiologische Schütte. Gerade das Föhrentriebsterben hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Seit mehreren Jahren wird in der Schweiz eine neue Blattfleckenkrankheit an der Rotbuche beobachtet. Verursacher ist der Pilz Pseudodidymella fagi. Bisher scheint der Pilz keine grösseren Schäden zu verursachen. Schleimfluss und Rindennekrosen können durch Phytophthora-Befall verursacht werden. Ein Monitoring der Gruppe Phytopathologie der WSL hat 2017 die Verursacher solcher Symptome genauer untersucht.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1699467PDF16994PDFelektronische PublikationVerfügbar