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  • Titel
    Ereignisanalyse Lawinensituation im Januar 2018
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Birmensdorf
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2019
  • Seiten
    164 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    16994
  • Datensatznummer
    204242
  • Quelle
  • Abstract
    «Normal»? Tatsächlich charakterisierte MeteoSchweiz das Jahr 2018 mit «Wärme und Regenarmut ohne Ende»; es war das wärmste Jahr seit Messbeginn 1864. Die Trockenheit im Sommer, vor allem in der Ostschweiz war sie extrem, lässt beinahe vergessen, dass der Winter 2017/18 im Gebirge sehr schneereich war. Die Niederschlagsmengen waren verbreitet deutlich über der Norm und in Teilen des Wallis und Graubündens zum Teil gar doppelt so hoch als im Durchschnitt. Die grossen Schneemengen führten in weiten Teilen der Alpen zu einer ausserordentlichen Lawinensituation,´wie sie seit dem Lawinenwinter 1999 nicht mehr aufgetreten war. Es lag auf der Hand, die Ereignisse zu untersuchen und zu prüfen, ob die nach 1999 getroffenen Massnahmen wirksam waren. Anders gefragt: Test bestanden? Die Lawinengefahr erreichte vom 21. bis 23. Januar 2018 ihr Maximum. Während eineinhalb Tagen wurde sie als «sehr gross», also mit der höchsten Gefahrenstufe, prognostiziert. Bereits während dieser Tage erfolgten die ersten Abklärungen mit SwissTopo im Hinblick auf die Ereignisdokumentation aus der Luft. Schon am 24. Januar machte der Spot-6-Satellit Aufnahmen des gesamten betroffenen Alpenraums. Erstmals konnte somit eine ausserordentliche Lawinensituation mittels Fernerkundung umfassend dokumentiert werden. Die Aufnahmen bildeten eine wichtige Grundlage für die vorliegende Ereignisanalyse, die das SLF nur dank der Unterstützung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in dieser detaillierten Form erarbeiten konnte. Die Zusammenarbeit mit Bund, Kantonen und vielen Beteiligten, insbesondere den Lawinendiensten der am meisten betroffenen Talschaften, erlaubte eine umfassende Darstellung der ausserordentlichen Ereignisse. Diese wiederum bildete die Grundlage für die Erfolgskontrolle. Wurden die nach dem Lawinenwinter 1999 gezogenen Lehren umgesetzt und wenn ja, zeigten sie Wirkung? Die Ereignisanalyse des SLF «Der Lawinenwinter 1999» und die BUWAL-Broschüre «Leben mit dem Lawinenrisiko – Die Lehren aus dem Lawinenwinter» hatten nämlich den wichtigsten Handlungsbedarf in 26 Punkten aufgezeigt, um im Lawinenwinter 1999 festgestellte Schwachstellen zu eliminieren und den Lawinenschutz für die zukünftigen Herausforderungen weiter zu optimieren.
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