Titel
Tätigkeitsbericht 2018
Körperschaft
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
112 S.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
17373
Datensatznummer
204108
Quelle
Abstract
Set Innovation Free“ schrieb der „Economist“ vor wenigen Jahren. Dieser Aufruf hat nichts an Aktualität verloren – im Gegenteil! Denn tatsächlich wird es uns nur mithilfe von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation gelingen,
die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Das Ziel, Österreich in die europäische Spitzenliga der Forschung und Innovation zu führen, ist daher auch kein Selbstzweck, sondern eine Notwendigkeit für unser Land, um unseren
Wohlstand und unsere Wohlfahrt auch für künftige Generationen sichern zu können. Allerdings: Der globale Wettbewerb in Wissenschaft und Forschung wird immer stärker und auch härter. Die Entwicklungstrends der letzten
Jahre und ein darauf basierender Vergleich der Vereinigten Staaten, Europas und Chinas zeigen eine ungebremste Aufholjagd der Volksrepublik – mit dem Ergebnis, dass China in einigen Forschungsstatistiken und Indikatoren mittlerweile nicht nur Europa, sondern auch die USA eingeholt oder sogar überholt hat. So etwa können die
Budgets der Eliteuniversitäten Chinas, etwa die Tsinghua University oder die Peking University, bereits mit jenen in den USA, ob MIT oder Yale University, durchaus mithalten. Und auch wenn die Geschwindigkeit beim Wachstum der Uni-Budgets und des Outputs der chinesischen Universitäten mittlerweile etwas zurückgegangen ist, so macht doch die Zahl an wissenschaftlichen Publikationen und Patenten oder die Anzahl an Absolventinnen und Absolventen klar, dass die wissenschaftlichen Kapazitäten, die in China aufgebaut werden, eine immer größer werdende Herausforderung darstellen. In den USA, erst recht aber in Europa werden daher große Anstrengungen nötig sein, um weiterhin in der Weltelite der Forschung vertreten sein zu können. Für Österreich wiederum bedeutet dies, dass es sich in der EU weiterhin an der Spitze der Forschungsländer, den Innovation Leaders, orientieren muss, um international nicht an Boden zu verlieren. Dabei sind alle gefordert: WissenschaftlerInnen, ForscherInnen, Universitäten und Forschungsinstitutionen, Förderagenturen, Unternehmen und natürlich die Politik, die die entsprechenden Rahmenbedingungen bereitstellen muss.