Titel
Zweihiebige Erstaufforstungssysteme: Integration von Kurzumtriebsbestockungen in Erstaufforstungen
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Grevesmühlen
Verlag
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
8 S.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
17612
Datensatznummer
203807
Quelle
Abstract
Die Nachfrage nach Holz befindet sich im Aufwind. Sowohl im Bereich der energetischen Verwendung – sprich
Brennholznutzung – als auch für die stoffliche Verwendung durch insbesondere die Holzwerkstoff-, Säge- und Zellstoffindustrie ist der Bedarf ansteigend. Studien belegen für Deutschland eine in den nächsten Jahrzehnten größer werdende „Holzlücke“. Um diese möglichst zu schließen, wurden in den letzten Jahren verschiedenste Wege beschritten, so zum Beispiel die Mobilisierung von Holzreserven im Kleinprivatwald, die vermehrte Nutzung von Holz aus der Landschaftspflege oder die Begründung von Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen
Flächen. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung des Holzaufkommens bieten Erstaufforstungen. Diese waren bereits zurückliegend besonders in den waldärmeren norddeutschen Bundesländern ein wichtiges forstpolitisches Anliegen und sind dementsprechend weitreichend mit öffentlichen Mitteln unterstützt worden. Die Aufforstungen wurden nahezu vollständig künstlich durch Pflanzung auf der Freifläche begründet und sind auf einen klassischen Hochwald
mit üblich langen Produktionszeiten ausgerichtet. Auch wenn aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sowie aus landschaftsökologischen und landeskulturellen Gründen ein großes öffentliches Interesse an der Waldmehrung besteht, darf nicht übersehen werden, dass die Entscheidung über die Aufforstung letztendlich vom Eigentümer der Fläche getroffen wird. Somit sind es einzelwirtschaftliche Gründe, die das Aufforstungsgeschehen maßgeblich bestimmen. Weil potenzielle Aufforstungsflächen ganz überwiegend im Besitz privater Grundeigentümer
stehen, spielen monetäre Ziele im Spektrum möglicher Eigentümerinteressen eine wichtige Rolle. Damit verbunden
sind es oft die langen Produktionszeiträume sowie die Tatsache, dass erst nach Jahrzehnten der Pflege mit der
Holznutzung finanziell lohnende Erträge erzielt werden können, die als nachteilig bewertet werden.