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  • Titel
    Waldzustandsbericht 2017 : Sachsen-Anhalt: Waldzustandsbericht
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2017
  • Seiten
    35 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    13613
  • Datensatznummer
    202504
  • Quelle
  • Verwandter Titel
  • Abstract
    Hauptergebnisse ; Inge Dammann und Uwe Paar; Forstliches Umweltmonitoring ; Johannes Eichhorn, Uwe Paar, Jan Evers, Andreas Schulze, Jörg Weymar, Henning Meesenburg, Michael Spielmann und Inge Dammann WZE-Ergebnisse für alle Baumarten ; Inge Dammann und Uwe Paar; Kiefer ; Fichte ; Buche ; Eiche ; Andere Laub- und Nadelbäume ; Witterung und Klima ; Johannes Sutmöller; Insekten und Pilze ; Ulrich Bressem, Michael Habermann, Rainer Hurling, Andreas Rommerskirchen, Gitta Langer und Pavel Plašil; Standortsinformationen für die Bundeswaldinventur in Sachsen-Anhalt ; Bernd Ahrends, Paul Schmidt-Walter und Henning Meesenburg; Stoffeinträge ; Birte Scheler; Entwicklung der Bodenversauerung auf Intensiv-Monitoringflächen in Nordwestdeutschland ; Nils König, Heike Fortmann, Henning Meesenburg und Egbert Schönfelder; Die Substratgruppe Tonschiefer ; Jan Evers, Uwe Paar und Inge Dammannunsere Wälder sind gefährdet. Klimaveränderung, Stürme, Schädlinge, zu viel Stickstoff: Viele Faktoren beeinträchtigen die grünen Lungen unseres Ökosystems negativ. Dabei ist es doch für uns alle überlebenswichtig, dass es unseren Wäldern gut geht, denn sie erfüllen bekanntermaßen eine Vielzahl von Funktionen und Leistungen. Neben der Bereitstellung von Rohstoffen, vor allem Holz, kommt ihnen eine erhebliche Bedeutung für den Schutz von Böden und Grundwasser zu. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und dienen uns Menschen als Erholungsraum. Die nachhaltige Sicherung der Waldfunktionen (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion) haben wir im Landeswaldgesetz verankert. Mit einem Bewaldungsanteil von 26 Prozent (532.481 Hektar Wald) liegt Sachsen-Anhalt unter dem Bundesdurchschnitt mit 32 Prozent. Damit gehört es nicht zu den waldreichsten Ländern in Deutschland. Statistisch stehen jeder Einwohnerin und jedem Einwohner ein Viertel Hektar Wald zur Verfügung. Ich freue mich darüber, dass die Waldfläche im Land in den letzten Jahren zugenommen hat. Die Klimaveränderung und der langanhaltende Stickstoffeintrag stellen eine ernste Gefährdung für unsere Wälder dar. Die aktuellen Stickstoffeinträge übersteigen nach wie vor den Bedarf des Waldes für das Baumwachstum. Eine Verschlechterung des Waldzustandes mindert die Abwehrfunktionen des Waldökosystems gegenüber biotischen und abiotischen Schaderregern. Im aktuellen Jahr ist das Kieferntriebsterben, hervorgerufen durch den Schwächeparasiten Sphaeropsis sapinea, im Bereich der Regionen Anhalt und der Altmark ein wesentlicher Waldschutzschwerpunkt. Darüber hinaus tritt der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) in großen eichendominierten Wäldern auf, der weitere Vitalitätsverluste der Baumart Eiche mit sich bringt. Deshalb ist klar: Wir müssen den Waldumbau weiter vorantreiben, um zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes unserer Wäldern zu kommen und sie fit für die Klimaveränderungen zu machen. Der Waldumbau umfasst verschiedene forstwirtschaftliche Maßnahmen, mit denen die noch immer dominierenden Kiefern- und Fichtenreinbestände in naturnähere Mischwälder umgewandelt werden. Dies erfolgt in den nächsten Jahrzehnten durch Pflanzung oder das Ausnutzen einer sich selbst einstellenden Naturverjüngung. Damit werden unsere Wälder ihr Aussehen verändern. Waldökosysteme beherbergen unter mitteleuropäischen Standortsbedingungen eine große Vielfalt an pflanzlichen und tierischen Arten. Die Verbesserung der Waldaufbaustrukturen, der Wechsel mosaikartiger Bewirtschaftungsweisen, die Erhöhung der Baumarten- und Strauchartenanteile, der Schutz von Habitaten und Biotopen und die Entwicklung von liegendem und stehendem Totholz tragen wesentlich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Darüber hinaus kann die Aufgabe der Bewirtschaftung von Wäldern ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt darstellen. Mittlerweile werden in Sachsen-Anhalt 8,3 Prozent der öffentlichen Wälder (11.343 Hektar) nicht mehr forstlich bewirtschaftet. Der vorliegende Waldzustandsbericht informiert über die Inhalte und Ergebnisse der erfolgten Waldzustandserhebung in unserem Land und erläutert allgemeinverständlich die Ursachen der Schäden und deren Auswirkungen in unseren Wäldern. Für die umfangreiche Datenerfassung, Datenauswertung und Darstellung der Ergebnisse möchte ich der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt hiermit meinen Dank aussprechen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
136131713613ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar