Titel
Baum-Mikrohabitate in Naturwaldreservaten
Verfasser
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
13612
Datensatznummer
200212415
Quelle
Abstract
Mikrohabitate, oftmals gern übersehene Strukturen an Bäumen wie Spechthöhlen, Kronentotholz oder Mulmhöhlen, dienen als Lebensraum für zahlreiche Arten und gelten als Indikatoren für Biodiversität und Natürnähe in Wäldern. Ihre vereinfachte Erfassung kann ein Kriterium sein, ökologische Werte zu beurteilen, da eine vollständige Erhebung aller Arten oft zu aufwendig ist. Verschiedene Studien zeigen, dass Mikrohabitate in alten und naturnahen Wäldern häufiger auftreten, wobei Faktoren wie Baumdurchmesser und Waldtyp entscheidend sind. Im Projekt "Lebendiges Totholz" konnte gzeigt werden, dass es sehr entscheidend ist, eine geeignete Bezugsgröße für die Erhebungen zu finden. So ergaben etwa Hektarwerte ein völlig anderes Bild als stammzahlenbezogene Auswertungen für die Waldbestände. Eichenbestände zeigten grundsätzlich eine vielfältige Ausstattung an Mikrohabitaten, aber gerade Buchenbestände mit größeren Dimensionen waren stammzahlenbezogen teilweise überlegen.