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  • Titel
    Durch Pilz bedroht: Feuersalamander mit Waldbau schützen
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    4223
  • Datensatznummer
    200212013
  • Quelle
  • Abstract
    Als Salamanderfresser, -pest oder „Bsal“ (Batrachochytrium salamandrivorans) ist ein Pilz bekannt, der seit einigen Jahren die Feuersalamander in Deutschland und Europa bedroht. Dieser befällt Schwanzlurche, schädigt ihre Haut und führt schließlich zum schnellen Tod. Da gegen den Pilz derzeit kein Gegenmittel zur Heilung der befallenen Feuersalamander (Salamandra salamandra) bekannt ist, gibt die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) waldbauliche Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Salamander-Vorkommen. Feuersalamander sind an luftfeuchte Laub- und Laubmischwälder angepasst. Für ihre Larven sind Gewässer notwendig wie Kleingewässer, Quellbachbereiche und strömungsarme, kühle sowie fischfreie Flachwasserzonen in Bachoberläufen. Die adulten Tiere brauchen möglichst reich strukturierte Wälder mit Baumstubben, liegendem Totholz, Felsen und weitere Verstecke. Diese können durch salamanderfreundliche Forstwirtschaft geschaffen werden, so die LWF. Die Pflege von Waldgewässern, Rücksichtnahme auf Salamander bei der Holzernte sowie die Verbindung seiner Lebensraumstrukturen können dem Lurch helfen.