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  • Titel
    Gefahr für die Eiche: Droht der Verlust ganzer Wälder?
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Digitales Dokument
  • Standardsignatur
    4223
  • Datensatznummer
    200211125
  • Quelle
  • Abstract
    Schwere Schäden durch den Eichenprachtkäfer beobachten derzeit Waldschutzexperten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA). Befallen seien inzwischen ganze Bestände in allen Altersklassen in den Eichenregionen im mittleren und südlichen Hessen sowie im südlichen Sachsen-Anhalt.Es sei inzwischen absehbar, dass in den betroffenen Regionen der Verlust ganzer Eichenwälder drohe. Betroffen seien hier vor allem Eichen-Lebensraumtypen innerhalb der Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Gebietskulisse. Die Schadensentwicklung in der Eiche mit dem Befall durch den Prachtkäfer zeige, dass keine Baumart im Klimawandel risikofrei ist. Aus Sicht der NW-FVA-Experten sind drastische Gegenmaßnahmen zum Schutz der Eichen nötig. Sie empfehlen gezielte Sanitärhiebe sowie eine frühzeitige Information und Einbindung der zuständigen Naturschutzbehörden. Der Herbst, vor Beginn der regulären Herbstverfärbung, sei ein guter Zeitpunkt zur Kontrolle der Bestände. Werden befallene Bäume identifiziert, sollten diese gekennzeichnet und durch Probefällungen stichprobenhaft auf ihren Befall hin untersucht werden.