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  • Titel
    Sensibilität von Libellen gegenüber invasiven Krebsen
  • Verfasser
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    14217
  • Datensatznummer
    200210817
  • Quelle
  • Abstract
    In Rheinland-Pfalz können im Bereich des nördlichen Oberrheintieflands sechs invasive Krebsarten (Decapoda) mit unterschiedlich starkem Bedrohungspotenzial für Libellen und andere aquatisch lebende Organismen und Ökosysteme nachgewiesen werden. Vor allem der Signal- und der Kalikokrebs wirken sich sehr negativ aus; wegen ihrer bisher nur lokalen Verbreitung stellen der nicht minder invasive Marmor- und der Louisiana-Sumpfkrebs noch keine so starke Bedrohung in der Fläche dar. Die negativen Auswirkungen auf Libellen wurden schon mehrfach dokumentiert. In diesem Beitrag wird durch Überschneidung der Verbreitungsdaten von Krebsen und Libellen im rheinland-pfälzischen Teil der nördlichen Oberrheinniederung eine Risikoanalyse erstellt. Es zeigt sich dabei, dass bei mehr als 80 % der Libellenarten eine Betroffenheit vorhanden ist, darunter viele gefährdete und/oder geschützte Arten. Daneben sind auch viele Naturschutzgebiete und FFH-Schutzgebiete in der Rheinaue betroffen. Aufgrund der stetigen Ausbreitung der invasiven Krebse wird dies weiter zunehmen. Abschließend werden einige Managementvorschläge gemacht, wenngleich deren Wirkung begrenzt bleiben wird.