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  • Titel
    Schutzwald und Extremereignisse.
  • Verfasser
  • Material
    Artikel aus einem Buch
  • Standardsignatur
    17806BU
  • Datensatznummer
    200207797
  • Quelle
  • Abstract
    Durch die Ausdehnung des Siedlungsraums und den intensiven Ausbau der Infrastruktur im österreichischen Alpenraum hat die Bedeutung des Waldes als effizienter Schutz vor alpinen Naturgefahren in den letzten einhundert Jahren zugenommen. Waren Schutzwirkung und Zustand des Waldes unzureichend folgten oft Katastrophenereignisse, was die Entwicklung der österreischichen Forstgesetzgebung und die Gründung wichtiger Institutionen (z. B. Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung) maßgeblich prägte. In diesem Beitrag werden die wichtigsten historischen und waldbaulichen Entwicklungen zusammengefasst sowie Interaktionen zwischen Schutzwald und Hochwasser, Rutschungen, Steinschlag, Wind und Lawinen kurz erläutert und – soweit bekannt – die Grenzen der Wirksamkeit gegenüber extremen Gefahrenprozessen diskutiert. Zusätzlicher Stress durch fortschreitenden Klimawandel und resilienzreduzierende Bewirtschaftungspraktiken, verminderte Anpassungsfähigkeit und höhere Schadensanfälligkeit führen zu großen Unsicherheiten, welche mit der Möglichkeit zu extremen Waldentwicklungen und flächenhaftem Bestockungsverlust verbunden sind.