Titel
Der Buchdrucker: 2. Biologie des Buchdruckers
Verfasser
Material
Artikel aus einem Buch
Standardsignatur
17757BU
Datensatznummer
200207169
Quelle
Abstract
2.1 Bruttätigkeit und Entwicklung; 2.1.1 Brutanlage (Errichtung des Brutsystems); 2.1.2 Geschwisterbruten;
2.1.3 Phänologie; 2.1.4 Generationsentwicklung; 2.1.5 Qualität des Brutmaterials; 2.2 Überwinterung des Buchdruckers
2.2.1 Kältetoleranz; 2.2.2 Diapause; 2.3 Assoziierung von Bläuepilzen mit dem Buchdrucker; 2.3.1 Bläuepilze und Bläue; 2.3.2 Systematik, Biologie und Ökologie von Bläuepilzen; 2.3.3 Assoziierte Pilze des Buchdruckers ; 2.3.4 Besiedelung des Splintholzes von Fichten durch Pilze nach Buchdrucker-Befall; 2.3.5 Pathogenität und Virulenz assoziierter Bläuepilze des Buchdruckers gegenüber der Fichte und anderen Nadelbäumen ; 2.3.6 Variation in der Zusammensetzung der Bläuepilz-Mykobiota des Buchdruckers; 2.3.7 Charakterisierung der Symbiose zwischen Bläuepilzen und dem Buchdrucker; 2.3.8 Wirtschaftliche Aspekte und Vorbeugungsmaßnahmen.Der Buchdrucker ist ein polygamer Rindenbrüter und besiedelt vor allem unsere einheimische Fichte, Picea abies. Gelegentlich kann er jedoch auch an anderen Nadelbaumarten, wie Lärche oder Kiefer, auftreten.
Bei der Erstbesiedlung eines geeigneten Wirtsbaums beginnt das Männchen ein Brutsystem anzulegen, indem es nach dem Einbohren in die Rinde eine Begattungskammer (Rammelkammer) anlegt. Dabei wird von den Männchen mit dem ausgeworfenen Kot (Bohrmehl) ein Pheromon freigesetzt, das als Aggregationspheromon prinzipiell
beide Geschlechter der Art anlockt. Das bedeutet, dass neben den weiblichen Geschlechtspartnern auch weitere männliche Käfer am Stamm eintreffen und nach ihrem Einbohren und durch die Anlage weiterer Begattungskammern die Lockwirkung des Stammes auf Artgenossen verstärken. Diese ist daher innerhalb der ersten Woche der Besiedlung eines neuen Wirtsbaumes am höchsten (Birgersson et al. 1984, 1988, Birgersson und Bergström 1989).