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  • Titel
    Genetik und Vermehrungsgut der Esskastanie
  • Verfasser
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    13466
  • Datensatznummer
    200204675
  • Quelle
  • Abstract
    Die Ess- oder Edelkastanie als in historischer Zeit in Deutschland eingeführte Baumart unterlag stets einer starken forstlichen Nutzung. Die wenigen Vorkommen unterscheiden sich genetisch daher nur gering. Heute steht vor allem die Eigenschaft als ökonomisch wie ökologisch wertvoller Waldbaum im Vordergrund. Aufgrund der steigenden Bedeutung der Edelkastanie für den Aufbau klimatoleranter Mischwälder sollte sichergestellt werden, dass das Vermehrungsgut eine hohe genetische Diversität aufweist. In Süddeutschland befinden sich die meisten Erntebestände in Rheinland-Pfalz. In Bayern gibt es nur zwei Erntebestände, der Bestand Klingenberg bei Aschaffenburg zeigt eine hohe genetische Vielfalt. Seit die Edelkastanie 2003 in das Forstliche Vermehrungsgutgesetz aufgenommen und zwei Herkunftsgebiete ausgewiesen wurden, steigt die Erntemenge in Deutschland stetig. Vor allem in Unter- und Mittelfranken wird die Edelkastanie derzeit kleinräumig in die Waldbestände eingebracht. Das Saatgut der Edelkastanie kann nicht lange gelagert werden. Saatgutprüfungen zeigten große Schwankungen bei der Lebensfähigkeit und dem Tausendkorngewicht, dementsprechend schwankt auch die Anzahl der lebenden Keime stark. Insektenbefall oder Lagerschäden können den Auflauferfolg erheblich schmälern.Schlüsselwörter: Esskastanie, Genetik, Anzucht, SaatgutSweet chestnut was subject to strong historical use. The existing provenances in Germany have low genetic differentiation. Today, the main focus is its quality as a climate-tolerant, economically and ecologically valuable forest tree. Due to the increasing importance of this tree species for the development of climate-tolerant mixed forests, it should be ensured at an early stage that the forest reproductive material has a high genetic diversity. This is given in the Bavarian seed stand »Klingenberg«. In southern Germany, most seed stands are in Rhineland- Palatinate, in Bavaria only two seed stands are situated. In Lower and Middle Franconia, sweet chestnut is currently introduced on a small scale into forest stands. Since sweet chestnut was added to the law for forest reproductive material in 2003, the amount of harvested seeds in Germany has steadily increased. This reflects the importance of this tree species. The seed of sweet chestnut cannot be stored for very long. Seed testing showed great variability in viability and thousand-seed weight, so the number of living germs varies accordingly. Insect infestation or storage damage can significantly reduce germination success.Keywords: Sweet Chestnut, genetics, cultivation, seed