Titel
Wirkung des Waldes bei Steinschlag
Paralleltitel
The effect of forests on rockfall
Verfasser
Material
Artikel
Standardsignatur
10094
Datensatznummer
200203901
Quelle
Abstract
Die wirksamste biologische Schutzmaßnahme gegen Steinschlag ist der Schutzwald. Dieser kann stürzende Steine und Blöcke durch Aufprall gegen stehende und liegende Bäume bremsen oder stoppen. Damit trägt der Wald in vielen Gebieten dazu bei, das durch Steinschlag verursachte Risiko auf ein tragbares Maß zu senken. Die heutigen Kenntnisse bezüglich der Wirksamkeit des Schutzwaldes zur Reduktion des Steinschlagrisikos zeigen, dass die Grundfläche, die bewaldete Hanglänge, die Durchmesserverteilung der Baumstämme und die horizontale
Waldstruktur (z.B. Lücken in der Falllinie) die wichtigsten Parameter sind, um die Effektivität des Waldes gegenüber Steinschlag zu beurteilen. Heutzutage sind wir in der Lage, mit Simulationsmodellen zu berechnen, wie sich die Erreichens-Wahrscheinlichkeit und die Energie der Sturzkörper am Schadenpotential durch Waldwirkung verändern. Die Wirkungsweisen von Schutzwald können somit ähnlich zu denen von technischen Schutzmaßnahmen quantifiziert werden.Schlagwörter: Schutzwald, Sturzgefahren, biologische Maßnahme, RisikomanagementThe most effective biological protective measure against rockfall is the protection forest. It can slow down or stop falling stones or blocks due to impacts on standing and lying trees. By doing so, the forest contributes in reducing the risk posed by rockfall. Today's knowledge on rockfall protection forests shows that the basal area, the length of the forested slope, the diameter distribution of the stems and the horizontal forest structure (e.g., large gaps in the direction of the slope) are the most important parameters to evaluate the efficacy of a rockfall protection forest. At present, we are able to use simulation models to calculate how the reach probability and the energy of falling rocks at the elements at risk changes due to the effect of forests. The mode of action of protection forests can therefore be quantified, similar to those of technical protective measures.