Titel
Der kleine Unterschied macht’s – Klonprüfung zur Trockenstresstoleranz von Robinien (Ergebnisse des FNR-Projektes – FastWOOD 3)
Verfasser
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Digitales Dokument
Standardsignatur
14039
Datensatznummer
200203781
Quelle
Abstract
Im Vergleich zu anderen Laubbaumarten (Eiche, Buche) reagiert die Robinie im Gefäßversuch sehr schnell auf beginnende (8 Tage) und sich weiter verschärfende Trockenheit. Neben sichtbaren Symptomen, wie z.B. Blattvergilbung und Blattabwurf zeigen die hier dargestellten Ergebnisse bereits nach 8 Tagen Trockenheit signifikante blattbiochemische Veränderungen. Zeitgleich zum Trockenstressversuch unter kontrollierten Bedingungen wurden im Klonprüfungsversuch Welzow Freilanduntersuchungen an Testpflanzen des gleichen Robinien-Genotyps bzw. derselben Herkunft durchgeführt. Aufgrund des Witterungsverlaufes im Sommer 2015 (Juli
bis Anfang August: heiß und trocken) war es möglich, die Reaktionen der Pflanzen auf Wassermangel unter natürlichen Standortbedingungen zu untersuchen. Die hier vorgestellten Ergebnisse führen den Nachweis, dass mittels stressphysiologischer Untersuchungen sowohl in Gefäßversuchen als auch im Freiland die Anbaueignung von Robinien-Klonen bzw. –Herkünften bewertet werden kann. Damit steht ein praktikables, analytisch standardisiertes
Routineverfahren zur physiologischen Frühdiagnose in der Forstpflanzenzüchtung zur Verfügung, das für weitere Baumarten genutzt werden kann.