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  • Titel
    Marschkultur
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Weinheim
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2014
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    17142
  • Datensatznummer
    200186783
  • Quelle
  • Abstract
    In der Marschkultur ist heute weniger Neulandgewinnung als mehr Bodenverbesserung vorrangiges Ziel. Durch die Entwässerung gefördert, unterliegen Marschböden einer schnellen Reifung, aber auch Degeneration. Ohne intensive Binnenentwässerung (Rohrdränung) sind Marschböden nicht rationell landwirtschaftlich zu nutzen. Bei Tongehalten > 35 % und Ton-/Feinsand-Verhältnissen >1 ist von der ackerbaulichen Nutzung abzuraten. Solche Böden sind dank ihrer hohen nutzbaren Feldkapazität und guten Kapillarität in einem humiden Klimagebiet vorzügliche Weidestandorte und für eine intensive Grünlandwirtschaft geeignet. Bei ackerbaulicher Nutzung der Marschen muß bei relativ hohen Tongehalten (17-35% < 2 dm) der Entwicklung des pH-Wertes infolge schneller Entbasung und Versauerung durch gelegentliche Erhaltungs- bzw. Meliorationskalkungen begegnet werden. In schluffreicheren, tonarmen Marschböden haben sich P-Melioationsdüngungen bewährt. Alle zusätzlich zur Verbesserung der Dränwirkung empfohlenenMaßnahmen wie Maulwurfdränung, Unterbodenlockerung und Tiefpflügen sind wegen der nur selten genügend tiefen Austrocknung der Marschböden unterhalb der Ausrollgrenze bis in den Unterboden wenig wirksame Instrumente, die das Bodengefüge nachhaltig bis in den Unterboden verbessern. Die Chemomelioration muß auch unter den Aspekten des Boden- und Gewässerschutzes bewertet werden.Beetkultur; Blausand; Blausandmelioration; Bodenverbesserung; Brackmarsch; Brackwasser; Buhne; Deichbau; Deichprofil; Dränschlucker; Dräntiefe; Dränwirkung; Festuca rubra; Flussmarsch; Flusswasser; Grabendränung; Grüppe; Infiltrationskapazität; Kleimarsch; Knickmarsch; Küstenschutz; Kuhlmasch