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  • Titel
    Die geobiowissenschaftliche/forstliche Tradition
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Weinheim
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2014
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    17142
  • Datensatznummer
    200185906
  • Quelle
  • Abstract
    Im 18. und frühen 19. Jh. wurde als Boden allenfalls die humushaltige Dammerde bzw. Ackererde gesehen. Geowissenschaftler ermittelten, dass diese zunächst durch physikalische und chemische Verwitterung gebildet wurde und teilweise durch Wasser oder Wind in Niederungen umgelagert wurde. Dies interpretierten erste Bodenkundler des 19. Jh. wie Hundeshagen und Fallou als Bodenbildung. Naturforscher wie A. v. Humboldt, C. Darwin und C. Ehrenberg haben in der ersten Hälfte des 19. Jh. die Wirkung von Tieren und Infusorien (Bakterien und Protozoen) beobachtet und damit erste Vorstellungen über die Prozesse der Bioturbation, Zersetzung, Humifizierung und biogenetische Mineralbildung formuliert. H. v. Post und vor allem P. E. Müller beschrieben Humusformen und deuteten deren Bildung mit den Erkenntnissen der zuvor genannten Naturforscher. Erst Ende des 19. Jh. haben Bodenkundler wie Dokuc̆aev, Hilgard und Ramann horizontierte Böden als eigenständige Naturkörper begriffen. Den Abschluss bilden Kurzbiographien der erwähnten Wissenschaftler des 18./19. Jh.Böden im frühen naturforschenden Schrifttum; Die Eigenschaften von Acker-, Damm- und Pflanzerden ; Geognostische Karten mit auch bodenkundlicher ; Entwicklung bodengenetischen Denkens ; Erosion und Sedimentation ; Verwitterung und Tonbildung ; Streuzerkleinerung und Bioturbation ; Bodenatmung, Humifizierung, Mineralbildung und Redoxprozesse ; Bildung von Humusformen und Mineralböden; Bodenkundliche Lehrbücher im 19. Jahrhundert; Entwicklung der Bodenkunde zur eigenständigen Naturkörperdisziplin ; Epilog ; Kurzbiographien erwähnter Persönlichkeiten.