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  • Titel
    Untersuchungen zum Rezentpollenniederschlag im Nordschwarzwald im Bereich der Hornisgrinde
  • Paralleltitel
    Investigations on contemporary pollen rain in the Northern Black Forest, Hornisgrinde Mountain, SW-Germany
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2014
  • Material
    Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    5235
  • Datensatznummer
    200184285
  • Quelle
  • Abstract
    Erstmals wurden im Nordschwarzwald Proben zum Rezentpollenniederschlag genommen und ausgewertet. Die Interpretation der Ergebnisse wurde durch den erneuten Hanfanbau in den vergangenen Jahren sehr erleichtert, da dieser ausschließlich im Tiefland stattfand. In Oberflächenproben östlich der Hornisgrinde wurden bis zu 15 % an Hanfpollen (auf Baumpollen bezogen) gefunden. Diese Ergebnisse wurden trotz der im Gegensatz zur Vergangenheit geringen heutigen Anbaufläche erreicht. Diese Ergebnisse legen die Frage nahe, inwiefern andere leicht verwehbare Pollen in Mooren und Seen insbesondere am Westrand des Nordschwarzwaldes auch aus dem Oberrheingebiet stammen. Zu denken wäre hier an Kiefer, Erle, Birke, Eßkastanie, aber auch an Siedlungszeiger wie Wegerich (besonders Plantago lanceolata) oder Ampfer (besonders Rumex acetosella). Aber auch bei schwereren Pollen wie denjenigen der Kornblume (Centaurea cyanus) oder des Weines (Vitis vinifera), die sich in Pollendiagrammen immer wieder finden, muss überdacht werden, woher sie kommen könnten. Durch diese Ergebnisse wird der Nachweis früher Besiedlung im hohen Schwarzwald mittels Pollenanalyse in Frage gestellt.