Titel
Stoffbilanzen sächsischer Level II-Flächen – Anwendung zur Qualifizierung der Bodenschutzkalkung
Verfasser
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
2013
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14013
Datensatznummer
200181248
Quelle
Abstract
Die Stoffbilanzen auf Grundlage der Ergebnisse der sächsischen Level II-Flächen erlauben Aussagen zur Wirkung der forstlichen Bodenschutzkalkung auf den Stoffaustrag und die Bodenlösung, da die Flächen im Freistaat Sachsen keiner Bewirtschaftungsrestriktion unterliegen und im bisherigen Kalkungsprogramm integriert sind. Es zeigte sich, dass keine kurzfristige Beeinflussung des Austrages von Stickstoff, Sulfat, Aluminium und den basischen Kationen durch die Kalkung festzustellen ist. Die basischen Kationen weisen leicht negative Bilanzen auf. Die Basenverluste können aber über die Verwitterung ausgeglichen werden. Stickstoff wird in den Waldökosystemen stark gespeichert und Nitrat zeigt in benachbarten Quellen sogar abnehmende Konzentrationen. Auf Grundlage der Gesamtprotonenbelastung der einzelnen Flächen kann auf den jeweiligen Kalkungsbedarf geschlossenen werden. Die Applikation von drei Tonnen Kalk pro Jahrzehnt erscheint als Abpufferung der momentan laufenden Ökosystemprozesse ausreichend. Eine Restauration der Böden auf vorindustrielle Zustände dürfte jedoch so nur sehr langfristig möglich sein. Durch die Nutzung der forstlichen Standortskartierung und den Angaben der bestandesweisen Forsteinrichtung können diese Informationen regionalisiert werden. Dabei ist es möglich die Kalkungskulisse, bezogen auf den Standort zu ca. 20 %, bezogen auf Standort und Bestand zu etwa sieben Prozent abzubilden. Bezieht man zusätzlich die Häufigkeit der Kalkung der Dauerbeobachtungsflächen und ihrer Repräsentanzgebiete in die Betrachtung ein, verringert sich die Gesamtrepräsentanz der Flächen auf zehn (nur Standort) bzw. drei Prozent (Standort und Bestand).