- TitelZum Einfluss der Strukturvielfalt auf das Arteninventar der Trauben-Eichen am Beispiel der Coleopteren
- Verfasser
- ErscheinungsortEberswalde
- Verlag
- Erscheinungsjahr2013
- MaterialArtikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
- Standardsignatur14039
- Datensatznummer200181169
- Quelle
- AbstractBodensaure Eichenwälder (Quercus petraea [Matt.] Liebl.) wurden mit einem umfangreichen Fallenset in bewirtschafteten und unbewirtschafteten Bestockungen aufsteigenden Alters (79 a bis 460 a) mit der Beprobung unterschiedlicher Stratozönosen untersucht (z. B. Bodenfauna, stammbesiedelnde Fauna, Kronenfauna). Ergebnisse zu der Ordnung der Coleopteren (Käfer) wurden zusammengefasst. Vor allem Alteichenbestände wiesen einen hohen Anteil seltener und in ihrer Verbreitung bedrohter Arten auf. Entscheidend für die Differenzierung der Flächen erwies sich die bestandestypische Strukturvielfalt. Die Kronenstruktur, die Sonderstrukturen und die Vitalität der Bäume beeinflussen am unteren Stammbereich und in der Krone maßgeblich das Artenaufkommen. Hier unterschieden sich die Artengemeinschaften der betrachteten Altersklassen in ihrer Zusammensetzung und Dominanzstruktur hochsignifikant voneinander in den Ordinationen. Bewirtschaftete und nicht bewirtschaftete Bestände differenzieren sich deutlich in den Kronengrößen und im Auftreten von Sonderstrukturen am Einzelbaum (Anzahl, Ausprägung, Merkmalskombinationen). Der Anteil der Totholzkäfer am Gesamtartenspektrum lag im Kronenraum zwischen 45 % und 72,5 % und überstieg in den strukturreichen Wäldern die Werte der strukturarmen Bestände. Andererseits waren jedoch die Artenzahlen der Coleopteren, die nicht der Gilde der Totholzkäfer angehören, in den strukturarmen Eichenbeständen gegenüber den strukturreichen Beständen signifikant erhöht. Es bestand zudem ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Anzahl phytophager und zoophager Arten in den Kronenschichten. Die strukturärmeren dichten Bestände wiesen einen deutlich geringeren Anteil an zoophagen Arten als Schädlingsantagonisten auf. Hier war das Verhältnis der phytophagen zu den zoophagen Arten zugunsten der Pflanzenfresser verschoben. Dagegen hatten die strukturreicheren Eichenbestände mit mehrschichtiger Struktur und rauherem Kronendach ein größeres Artenspektrum natürlicher Gegenspieler.
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