Titel
Probleme der Präzisionsschätzung beim Point Transect Sampling von Totholz
Verfasser
Erscheinungsort
Freiburg im Breisgau
Verlag
Erscheinungsjahr
2013
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
14170
Datensatznummer
200180065
Quelle
Abstract
Im Wirtschaftswald kann das Auftreten von Totholz als statistisch seltenes Ereignis mit hoher kleinräumiger Variation sowie starker Klumpung bezeichnet werden (Meyer 1999). Die bestehenden Stichprobenverfahren (Probekreis, Winkelzählprobe, Line Intersect Sampling) berücksichtigen dies nicht. Erste Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Point Transect Sampling den konventionellen Stichprobenverfahren zur Schätzung der Totholzmenge hinsichtlich der Schätzgenauigkeit deutlich überlegen ist (Ritter & Saborowski 2010). In weiterführenden Untersuchungen (Ritter 2011) konnte jedoch festgestellt werden, dass diese scheinbare Überlegenheit primär auf eine fehlerhafte Implementierung des designbasierten Varianzschätzers nach Fewster et al. (2009) innerhalb der Standard-Software DISTANCE 6.0 (Thomas et al. 2010) zurückzuftihren ist. Aus diesem Grund müssen wir die Ergebnisse aus Ritter & Saborowski (2010) revidieren. Unter Verwendung des modellbasierten Varianzschätzers nach Buckland et al. (2001) konnten die Varianzen korrekt geschätzt werden. Die analytische Schätzung von Konfidenzintervallen ist nicht möglich, da grundlegende Verteilungsannahmen nicht erfüllt sind. Bootstrapverfahren stellen hier eine Alternative dar.