Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Einfluss der Hydromorphologie auf den Nährstoffrückhalt in Weinviertler Bächen : Schlussfolgerungen für das Gewässermanagement
  • Paralleltitel
    The impact of hydro morphology on nutrient retention in the streams of the Weinviertel region in Lower Austria - conclusions in terms of stream management
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Erscheinungsjahr
    2011
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    5136
  • Datensatznummer
    200173794
  • Quelle
  • Abstract
    Als Folge von umfassenden Regulierungstätigkeiten in der Vergangenheit und der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets weisen zahlreiche kleine Bäche im Weinviertel eine degradierte Gewässermorphologie und eine massive Belastung der Wasserqualität durch Nährstoffe auf. Im ETZ-Projekt ProFor wurde der Einfluss der Hydromorphologie auf die Wasser- und Sedimentqualität sowie auf den Nährstoffrückhalt im Gewässer untersucht, um Sanierungsansätze für stark belastete Gewässeroberläufe im Weinviertel auszuarbeiten, die auf eine Verbesserung des Nährstoffhaushalts abzielen. Die Untersuchungen zeigten vor allem in den degradierten, schilfbewachsenen Strecken eine Akkumulation an nährstoffreichem, organisch belasteten Feinsediment aus erodiertem Ackerboden mit einem hohen Freisetzungspotential für Ammonium und Phosphat (bis zu 20 mg m-2h-1). Der Nährstoffrückhalt war generell mäßig. die mittleren Transportdistanzen für gelöste Nährstoffe betrugen meist mehrere Kilometer, die mittleren Aufnahmeraten für Ammonium und Phosphat lagen bei ca. 5 mg m-2h-1. Abschnitte mit einem Gehölzraum wiesen im Allgemeinen eine bessere Sedimentqualität und einen höheren Nährstoffrückhalt auf als degradierte Strecken. Die Studie zeigt, dass eine Verminderung der stofflichen Belastung und eine Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit, insbesondere in Bezug auf die Wiederherstellung der Selbstreinigungskapazität, nur durch eine Maßnahmenkombiantion aus einer Restrukturierung der Gewässermorphologie und einer gleichzeitigen Reduktion des Bodeneintrags aus dem Umland erreicht werden kann.