Titel
Das Wachstum zweier Alteichen in der Oberlausitz
Verfasser
Erscheinungsort
Göttingen
Verlag
Erscheinungsjahr
2011
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
15026
Datensatznummer
200173615
Quelle
Abstract
Es wurden die Langzeiteffekte von Vorwäldern auf den Bodennährstoff- und Kohlenstoffhaushalt im Vergleich zu herkömmlichen Reinbestandsaufforstungen mit der Zielbaumart Eiche analysiert. Die untersuchten Vorwälder waren jeweils Reinbestände der Baumarten Aspe und Birke. Die Versuchsbestände wurden im Jahr 1990 nach Sturmwurf räumlich getrennt auf zwei verschiedenen Standorten in Rheinland-Pfalz etabliert. Im Jahr 1996 wurden die Vorwälder mit der Zielbaumart Eiche unterpflanzt. Zur Quantifizierung der Unterschiede der erhobenen Variablen zwischen den beiden Behandlungsvarianten Vorwald und Nicht-Vorwald wurden varianzanalytische Verfahren eingesetzt. Dem Versuchsdesign mit Messwiederholungen auf verschiedenen Plots wurde durch Zufallsparameter in generalisierten linearen gemischten Modellen Rechnung getragen und die Effekte des Standorts und der verschiedenen Tiefenstufen wurden mit festen Modell-Parametern berücksichtigt. Nach 20 Jahren waren die Vorräte basischer Kationen (Summe Ca, K, Mg, Na) im mineralischen Oberboden unter Energievorwäldern um ca. 50% höher als unter Eichenreinbeständen. Die Vorräte basischer Kationen in der organischen Auflage unterschieden sich zwischen den Behandlungen hingegen nicht signifikant, da die höheren Basenkonzentrationen mit geringeren Massen organischen Materials unter Vorwäldern einhergingen. Der Effekt des Vorwaldes auf den Kohlenstoffvorrat im untersuchten Boden variierte stark zwischen den Standorten und Tiefenstufen und unterschied sich im Mittel beider Standorte nicht signifikant vom Vorrat unter Eichenreinbeständen.