Titel
Waldflächenentwicklung der letzten 120 Jahre in der Schweiz
Paralleltitel
Development of forest area in Switzerland within the last 120 years = Développement de la surface forestière en Suisse durant les 120 dernières années
Verfasser
Erscheinungsort
Zürich
Verlag
Erscheinungsjahr
2011
Material
Artikel aus einer ZeitschriftUnselbständiges Werk
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200173549
Quelle
Abstract
Historische Karten bieten sich als Quelle für räumliche Landschaftsanalysen an. Sie stellen eine flächendeckende, generalisierte Abbildung der Wirklichkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Durch die Digitalisierung und Georeferenzierung der analogen Karten sind heute effiziente, grossräumige Analysen möglich. In der Schweiz nimmt der Wald seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu. Dies belegen Statistiken des Bundes und der Kantone. Eine regionale Betrachtung der Veränderungen ist mit diesen Statistiken allerdings nur begrenzt möglich. In dieser Arbeit wurde auf der Basis des Topographischen Atlasses der Schweiz (Siegfriedkarten) an drei Zeitschnitten (1880, 1915 und 1940) sowie anhand der Ausgabe der Landeskarte zum Zeitschnitt 2000 die Waldfläche erhoben. Dazu wurde in einer Stichpobe mit 20 638 Probeflächen, analog zur Luftbildinterpretation im Schweizerischen Landesforstinventar, für jeden Zeitschnitt ein Wald-Nichtwald-Entscheid getroffen. Die Zunahme der Waldfläche von 1880 bis 2000 beträgt demnach für die gesamte Schweiz 21.6 %. Dies ist, bedingt duch unterschiedliche Methoden und Walddefinitionen, deutlich weniger, als die statistischen Quellen ausweisen (57.6 %). Die regionalen Unterschiede sind beträchtlich. Generell lässt sich ein Trend von Nord nach Süd und von Ost nach West beobachten. In den meisten Regionen mit starker Siedlungsentwicklung stagnierte die Waldfläche, oder sie hat leicht abgenommen. Die Zunahme der Waldfläche hat vor allem in den Alpen und auf der Alpensüdseite stattgefunden.