Titel
Weißtanne und Küstentanne - Herkunftsfragen und weitere genetische Aspekte
Verfasser
Erscheinungsort
Freising
Verlag
Erscheinungsjahr
2011
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
13466
Datensatznummer
200172269
Quelle
Abstract
Die Weißtanne ist eine Baumart mit einer ausgeprägten kleinräumigen genetischen Differenzierung. Diese ist unteranderem eine Folge ihrer nacheiszeitlichen Rückwanderungsgeschichte. Die genetische Differenzierung der Weißtannenpopulationen in Bayern liegt bis sechs Prozent und ist damit dreimal größer als die der Buche. Die großen genetischen Unterschiede zeigen sich auch in den Provenienzversuchen. Die höchste Wuchsleistung auf bayerischen Flächen bei gleichzeitig gerignen Ausfällen zeigen Herkünfte aus den Karpaten (Rumänien, Slowakei) und aus Südwestdeutschland. Herkünfte aus West- und Südeuropa hingegen wachsen schwächer und sind frostgefährdet. Im Klimawandelt könnten auch "Trockentannen" interessant werden. In Anbauversuchen wird deshalb geprüft, wie diese Ökotypen mit den Standortsbedingungen in Bayern zurechtkommen. Transferversuche werden zeigen, wie sich bayerische Herkünfte in wärmeren Regionen verhalten. Auch bei der Küstentanne ist die Herkunftswahl für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidend. Die in Deutschland wüchsigsten Herkünfte kommen aus West-Washington und Vancouver Island. In Bayern hat sich vor allem die Herkunft Elwha River (Olympic Halbinsel, Samenzone 221) bewährt. Nicht überzeugen konnten Küstenherkünfte aus Südoregon wie Inlandsherkünfte.