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  • Titel
    Deformationsmessungen mittels terrestrischem Laserscanning
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Chur
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2010
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    5187
  • Datensatznummer
    200170475
  • Quelle
  • Abstract
    Terrestrisches Laserscanning erwies sich bei den Deformationsmessungen sowohl an diesem als auch an vergleichbaren Messorten (Blockgletscher und Felswände im Permafrost) als sehr wirkungsvolles Instrument zur flächendeckenden Erfassung selbst kleinster Veränderungen im Gelände. Es ist sehr flexibel und einfach einzusetzen und bietet im Vergleich zu anderen Messsystemen ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Vergleich zur hier zitierten Luftbild-Fotogrammetrie stellt das Verfahren einen enormen Genauigkeitssprung dar. Innerhalb eines Jahres konnten so, in Aussage und Genauigkeit, gleichwertige Ergebnisse erzielt werden, für die fotogrammetrisch eine Messdauer von 20 Jahren nötig war. Daraus resultieren zeitlich deutlich höher aufgelöste Messergebnisse, von denen vor allem das Risikomanagement profitiert. Zeit- und arbeitsintensiver ist dabei nur der Aufbau speziell auf den Messort angepasster Nachbearbeitungs- und Auswertealgorithmen. Deren homogene Anwendung über alle Messungen kann aber die Genauigkeit der Daten bis um eine Grössenordnung steigern. Weitergehende, von uns erzielte Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst eine Kombination beider Verfahren möglich ist. Somit können in akuten Gefahrensituationen durch Hinzuziehen von älteren Orthofotos Aussagen etwa über erhöhte Kriechbewegungen auch bereits anhand von Laserscan-Nullmessungen getroffen werden. Die von uns begonnenen Überwachungsmessungen sollen somit zu einem genaueren Grundverständnis der dynamischen Prozesse eines Blockgletschers beitragen und helfen, mögliche Gefahrensituationen frühzeitig erkennen zu können.