Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Modelle zur Biomasse- und Holzvolumenschätzung im Schweizer Gebüschwald
  • Paralleltitel
    Modelling of biomass and wood volume in Swiss shrub forest = Modélisation de la biomasse et du volume de bois pour la forêt buissonnante suisse
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Zürich
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2011
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200170407
  • Quelle
  • Abstract
    Die Ergebnisse des dritten schweizerischen Landesforstinventars zeigen, dass der Gebüschwald gut 5 % der Gesamtwaldfläche ausmacht. Er wächst fast ausschliesslich in der subalpinen Stufe und wird von den beiden Gehölzarten Alpenerle und Legföhre dominiert. Infolge der Klimaerwärmung und der steigenden Bedürfnisse nach nachhaltigen Energien besteht ein nationales und internationales Interesse, das Holzvolumen und die Biomasse im Gebüschwald zu beziffern. Demzufolge wurden zuerst repräsentative Loden vermessen, um für die Gehölze Alpenerle (Alnus virdis), Legföhre (Pinus mugo prostrata) und Weiden (Salix sp.) allometrische Volumen- und Massefunktionen herzuleiten. Abhängig vom Fussdurchmesser konnten für jede Strauchlode das Holzvolumen, das Feuchtgewicht, das Trockengewicht und die Kohlenstoffmasse bestimmt werden. Eine Vollkluppierung von 49 Stichprobeflächen ermöglichte anschliessend, mittels Regressionsanalyse die Beziehung zwischen dem Gehölzdeckungsgrad und dem Holzvolumen, und somit auch der Biomasse, eines Bestandes aufzuzeigen. Bei einem Deckungsgrad von 100 % weist der Alpenerlenbestand im Durchschnitt ein oberirdisches Holzvolumen von 74 m3/ha auf. Bei dem Legföhrenbestand ist es mit 166 m3/ha mehr als doppelt so hoch. Mit einem durchschnittlichen oberirdischen Holzvolumenwert von 66 m3/ha sind im schweizerischen Gebüschwald rund 2.0 Megatonnen Biomasse gespeichert. Anhand der erarbeiteten Funktionen können in Zukunft für alpenerlen- und legföhrendominierte Gebüschwälder gute Schätzungen des oberirdischen Holzvolumens und der oberirdischen Biomasse gemacht werden. Als Eingangsgrösse dient hierfür der Deckungsgrad der vorhandene Gehölzarten, welcher über das Luftbild effizient bestimmt werden kann.